Vierte Apotheke für Tulln. Maximilian Paukovics-Rypar eröffnet Ende August die „Apotheke Hauptbahnhof Tulln“.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 18. August 2019 (04:43)
Peischl
Noch ist der zukünftige Eingang der „Apotheke Hauptbahnhof Tulln“ mit Spanplatten verdeckt. Ende August soll eröffnet werden.

Eine Apotheke eröffnet man nicht einfach so von heute auf morgen. Diese Erfahrung machte nicht nur Katharina Schaufler, die seit 2014 für ihre Apotheke am Bahnhof Tullnerfeld kämpfte, letztendlich mit Erfolg. Auch Maximilian Paukovics-Rypar hatte bereits im Juli 2015 für seinen Betrieb am Tullner Hauptbahnhof angesucht.

Der Denkmalschutz und die Kunsthistorikerin

„Die Fülle an behördlichen Prüfungen hat etwas länger gedauert, aber es gibt hier auch wirklich sehr viele Schnittstellen“, berichtet Paukovics-Rypar. Wenn es nur nach den ÖBB gegangen wäre, hätte die Apotheke schon im Oktober 2018, gleichzeitig mit der Präsentation des rundum sanierten und modernisierten Bahnhofs aufsperren sollen. Die notwendigen Zahlen in Sachen zu versorgender Bevölkerung nachzuweisen sei in der Stadt Tulln relativ einfach möglich gewesen, aber unter anderem hatte im historischen Gebäude auch der Denkmalschutz das eine oder andere Wort mitzureden.

Hier kommt Astrid Paukovics-Rypar ins Spiel. Sie ist als Restauratorin und Kunsthistorikerin in der Wiener Altstadterhaltung tätig. Diese Berufserfahrung konnte sie bei der Planung der Innenausgestaltung der rund 200 Quadratmeter großen „Apotheke Hauptbahnhof Tulln“ einbringen. „In diesem historischen Gebäude habe ich mich von Anfang an wohlgefühlt“, sagt die Ehefrau des Apothekers, die in ihrem Hauptberuf als multimediale Kunsttherapeutin hauptsächlich mit Kindern arbeitet.

Apropos Kinder: Das Ehepaar hat auch ein Energiebündel von Töchterchen. Marlene besucht ab Herbst eine vierte Volksschulklasse in Wien, sie wird aber auch bei der Gestaltung der Kinderecke in der Tullner Apotheke mitwirken.

NOEN
Maximilian Paukovics-Rypar mit Gattin Astrid und Tochter Marlene auf der Baustelle —man beachte den Stahlträger, der rotlackiert als Blickfang wirkt.

Die Familie lebt (noch?) im fünften Wiener Gemeindebezirk. Maximilian Paukovics-Rypar ist geborener Mödlinger und war unter anderem in Perchtoldsdorf und Baden als Apothker tätig, außerdem übte er Lehrtätigkeiten in der Quereinsteiger-Ausbildung für pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte aus.

Mit seinen Tullner Kollegen ist der zukünftige Bahnhofs-Apotheker bereits in regem Kontakt: „Wir denken eine Neuordnung des Nachtdienstes an. Statt wöchentlich soll der Wechsel täglich stattfinden, was für uns alle leichter zu bewältigen wäre.“ Außerdem sei das auch die Empfehlung der Apothekerkammer.

Die Eröffnung am Hauptbahnhof ist für Ende August/Anfang September geplant. Das Ehepaar Paukovics-Rypar beschäftigt vier Angestellte. Regulär geöffnet ist dann montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 12 Uhr.