Nix Süßes, nur Saures. Halloween tobten sich wieder einige Unverbesserliche aus: 44 Geschädigte gab es allein in Sieghartskirchen!

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 03. November 2014 (16:00)
Nicht einmal vor parkenden Autos machten die Vandalen Halt. Der Besitzer dieses Pkw hat die Halloween-Nacht wohl noch läönger im Gedächtnis.
NOEN, Foto: Polizei
 „Es ist ein Wahnsinn, wir kommen kaum mit den Ermittlungen nach!“, stöhnt die Polizei. „44 Delikte waren allein in Sieghartskirchen zu verzeichnen“, bestätigt Bezirkspolizeikommandantin Sonja Fiegl das Ausmaß der Vandalenakte in der Halloween-Nacht von 31. Oktober zum 1. November.

Betroffen ist die Siedlung Waldheim im Gemeindegebiet von Sieghartskirchen, wo insgesamt 44 Vandalenakte gezählt wurden. Die bislang unbekannten Täter machten vor nichts Halt. Beschmiert und besprüht wurde privates Eigentum wie Autos und Gartenzäune, Gehsteige, öffentliche Einrichtungen, Objekte der EVN, Verkehrsschilder und vieles mehr.

Schadensausmaß kann noch nicht beziffert werden

In der Gemeindestube herrscht eine Art Schockzustand. „Es ist traurig, dass so etwas bei uns passiert. Was und wer steckt da dahinter, wohin soll das noch führen?“, zeigt sich Bürgermeisterin Josefa Geiger von den Vandalenakten tief betroffen.

Bezirkspolizeikommandantin Fiegl: „Das wahre Schadensausmaß lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht beziffern. Es kann lange dauern, bis alles erhoben und ausgewertet ist.“ „Wir werden jedoch alles daran setzen, die Täter auszuforschen“, so Fiegl weiter, „und bitten, jede noch so kleine Wahrnehmung der Polizei mitzuteilen. Die Informationen werden absolut vertraulich behandelt.

Die Gemeinde hat indes eine Belohnung von 1.000 Euro für zweckdienliche Hinweise ausgesetzt.

In Tulln waren die „Schmierer“ los

Hotspot neben Sieghartskirchen war auch die Bezirkshauptstadt Tulln. Entsetzt wandten Passanten, die sich am Allerheiligen-Tag nach dem Besuch auf dem Tullner Stadtfriedhof stadteinwärts auf den Heimweg machten, den Blick nach oben: Teile der transparenten Lärmschutzwand oberhalb des „Donaunixen“-Kreisverkehrs waren in der Nacht von Freitag auf Samstag großflächig beschmiert worden, eines der Felder gar zu Bruch gegangen – Täter unbekannt.

Die Vermutung liegt jedoch nahe, dass es sich bei den Vandalenakten um Begleiterscheinungen diverser Halloween-Aktivitäten handelt. Auch rund um das Halloween-Clubbing am Messegelände soll es zu Ausschreitungen gekommen sein. Rundum das Gelände waren noch Tage danach, Spuren der Partynacht zu sehen. Die Gemeindebediensteten arbeiteten bereits auf Hochtouren, um diese unappetitlichen Spuren zu beseitigen.

Die eher unlustigen Vandalen machten sich auch an Zuggarnituren der ÖBB-Linie S40 zu schaffen. Munter ballerten sie mit rohen Eiern auf die Waggons los und hinterließen so eine zweifelhafte Erinnerung an eine turbulente Halloween-Nacht.

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NOEN, Foto: Firmkranz
Vandalen hinterließen beträchtlichen Sachschaden an der Lärmschutzwand oberhalb des „Nixen“-Kreisverkehrs. Bürgermeister Peter Eisenschenk setzte 1.000 Euro Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen aus (Polizeiinspektion Tulln unter ( 059133-3280).