Andy Lee Lang im Kulturpavillon. Andy Lee Lang bringt seine neue Musik-Comedy-Show "Three Magic Voices" zum ersten Mal im Sieghartskirchner Kulturpavillon zur Aufführung. Ein Musik - Feuerwerk von den 70er bis zu den 90er Jahren. Die NÖN hat mit Andy Lee Lang darüber gesprochen.

Von Gabi Gröbl. Erstellt am 15. April 2019 (14:14)
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Werner Auer, Andy Lee Lang und Lucas Babuder kombinieren in ihrer neuen Show Musical, Konzert und Kabarett.

NÖN: Andy Lee Lang - Sie haben mit vielen internationalen Musikern zusammen gearbeitet, von Chuck Berry über Pat Boone bis Smokie – wer hat sie am meisten beeindruckt?
Lang: Sicherlich die spontane Session mit George Harrison von den Beatles, weil dies einfach passiert ist und nicht geplant war. Aber es waren natürlich auch die 2 Europa Tourneen mit Chuck Berry eine sensationelle Erfahrung, genauso wie die langjährige Zusammenarbeit mit Peter Kraus. Jede dieser Arbeiten mit den ganz großen Legenden war besonders.

NÖN: Gibt es jemanden, mit dem Sie noch nicht zusammen gearbeitet haben, mit dem Sie gerne auf der Bühne stehen möchten?
Lang: Also wenn ich noch einen einzigen Wunsch habe: Michael Bublé.

NÖN: Ihr Treffen mit Jerry Lee Lewis - hat das Ihre Sicht auf die Musik, Ihre Art Musik zu machen, auf irgendeine Weise verändert?
Lang: Nein, da ich schon vorher Rock'n Roll gemacht habe, bevor ich Jerry Lee Lewis persönlich kennen gelernt habe. Durch seine Musik bin ich aber von der Klassik zum Rock'n Roll gekommen.

NÖN: Jerry Lee Lewis hat aufgrund einer bewaffneten Begegnung mit einem Bassisten den Beinamen „The Killer“ – haben Sie einen Spitznamen?
Lang: Nun der Killer hat auch (angeblich) eine Ex-Frau auf dem Gewissen. Mir gaben die Drifters einmal den Namen "Austria's Hardest Working Man In Show-Business".

NÖN: Gibt es ein Klavierstück (oder ein Lied), das sie nie spielen werden?
Lang:  Haha, gute Frage, nachdem das Klavier bei meinen Shows immer mehr in den Hintergrund rückt, gibt es da einige. Ich zähle mich als Sänger und Entertainer und das Klavier war immer ein tolles Show-Element, aber es gibt sicher hunderte Stücke, die ich nie spielen werde.

NÖN: Sie haben viele Auszeichnungen, Ehrungen und Awards erhalten – welche hätten Sie noch gerne dazu?
Lang: Ich muss dankbar sein, was ich in meinem Leben erreicht habe. Die größte Auszeichnung für mich ist das treue Publikum, das zu mir steht und immer wieder auch bei meinen neuen Projekten begeistert ist.

NÖN: Sie sind im Tullnerfeld auch in Sachen „Licht ins Dunkel“ unterwegs gewesen – wie wichtig ist Ihnen „Charity“, Auftreten für den guten Zweck?
Lang: Ich denke als Künstler hat man Verantwortung sich auch immer wieder für den guten Zweck zu engagieren. Dabei sind mir aber Projekte wichtig, wo ich nachvollziehen kann, dass es geordnet zugeht und das Geld auch wirklich dort ankommt. Daher mein eigenes Projekt für den Artenschutz, aber natürlich auch Licht ins Dunkel oder Dancer Against Cancer.

NÖN: Sie sind ein sehr vielseitiger Musiker – was war der Beweggrund, die Inspiration für das neue Programm?
Lang: Man darf als Künstler nie stehenbleiben. Ich habe in den letzten Jahren sehr viele Musical Hauptrollen gespielt, darunter waren auch Lustige. Somit war Comedy in Verbindung mit Musik ein logischer Schritt.

NÖN: Was erwartet die Zuschauer bei „Three Magic Voices“ ?
Lang: Ich denke, erstmal ein lustiger Abend, an dem es viel zu lachen gibt. Und dann ein Abend, wo gleich drei Sänger auf der Bühne stehen, die sich über sich selbst lustig machen können und das gepaart mit tollen Hits aus den verschiedensten Musikrichtungen.

NÖN: Wie viel der Geschichte des Programms kommt von Ihrer persönlichen Erfahrung mit/auf Kreuzfahrtschiffen?
Lang: Eigentlich ganz wenig, das Schiff war nur ein geeigneter Ort, um die ursprüngliche Handlung stattfinden zu lassen, und dass es, obwohl fiktiv, möglich wäre, dass diese drei Charaktere auf einem Schiff aufeinander treffen.

NÖN: Wie viel Schauspieler steckt in Andy Lee Lang?
Lang: Ich habe in all den Jahren mit großartigen Regisseuren arbeiten dürfen und habe so viel dazu gelernt. Ich habe ja keinerlei Schauspiel-Ausbildung, durfte aber doch in den letzten Jahren viele Musicals mit meiner Hauptrolle "tragen" und das ist für mich immer wieder schön, da es enorm Spaß macht.

NÖN:„Three Magic Voices – die neue Music & Comedy Show“ feiert in Sieghartskirchen die Niederösterreich-Premiere: was verbindet Sie mit Niederösterreich?
Lang: Sehr viel, ich habe meine Kindheit in Niederösterreich verbracht, meine Eltern hatten ja die Skischule auf der Rax und ich bin dort eigentlich groß geworden. Musikalisch verbinden mich mit Niederösterreich sehr viele tolle Konzert-Erinnerungen, da wir ja zig Veranstalter in Niederösterreich haben und es sicherlich das Bundesland in Österreich ist, wo es am meisten Konzerte von mir gab.

NÖN: Kennen Sie Sieghartskirchen, sind Sie hier schon einmal aufgetreten?
Lang: Ich bin vor drei Jahren schon mit meiner Rock'n Roll Show im Kultur Pavillion Sieghartskirchen aufgetreten und kenne es natürlich auch noch von meiner Jugend, meiner Zeit als Radrenn-Fahrer, denn das war eine Trainings-Strecke.

NÖN: Was bewegt Sie zu einem Auftritt in Sieghartskirchen, Sie füllen ja auch die Stadthalle in Wien?
Lang: Die Stadthalle ist eine sensationelle Location, aber für diese Comedy Show wäre sie nicht geeignet. Ich denke, hier haben uns die Leute hautnah und das ist es auch, was diese Show braucht. Wir sind ja auf das Lachen des Publikums angewiesen und ich hatte tolle Konzerte vor tausenden Besuchern und tolle Konzerte vor 100 Besuchern. Ich freue mich auf den Kulturpavillon.