Kampf den Temposündern in Großweikersdorf. Während sich viele der Autofahrer an das vorgeschriebene 30er-Limit halten, provozieren vereinzelte Raser Gefahrensituationen. Sie sollen jetzt ausfindig gemacht werden.

Von Christa Wallak. Erstellt am 06. März 2021 (03:47)
Die Geschwindigkeitsmessungen im Oktober ergaben Werte bis zu 75 km/h.
Wallak

Immer wieder erhält die NÖN Beschwerden, dass die Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h in der Neubaugasse nicht eingehalten wird und es dadurch zu gefährlichen Situationen kommt. Und das, obwohl hier vor allem die Bewohner der Gasse selbst unterwegs sind.

Ein aktueller Fall: „Gerade wollte ich einparken, da zischte ein Auto mit überhöhter Geschwindigkeit vorbei“, schildert eine Anrainerin.

Im vergangenen Oktober hat deshalb ein Messgerät 14 Tage lang die gefahrenen Geschwindigkeiten aufgezeichnet. Der geschäftsführende Gemeinderat Paul Otto übermittelte der NÖN in seiner Funktion als Vorsitzender des Ausschusses für Flächenwidmung und Verkehr folgende Daten dazu:

Statistik Woche eins - 1.459 Messungen:
Durchschnittsgeschwindigkeit: 31 km/h; 85% der Fahrzeuge fahren langsamer oder maximal 40 km/h; Maximalgeschwindigkeit: 75 km/h

Statistik Woche zwei - 2.174 Messungen:
Durchschnittsgeschwindigkeit 33 km/h; 85% der Fahrzeuge fahren langsamer oder maximal 45 km/h; Maximalgeschwindigkeit: 67 km/h

„Die Auswertungen zeigen, dass sich der Großteil der Verkehrsteilnehmer an das vorgeschriebene Limit hält bzw. dieses nur geringfügig überschreitet, es aber einige Ausreißer gibt, die teils beachtliche Überschreitungen zu verzeichnen haben. Und diese Raser, die verantwortungs-, und wohl meist auch hirnlos, andere Menschen gefährden, gilt es ausfindig zu machen und entsprechend abzustrafen“, interpretiert Otto die Aufzeichnungen.

„Die Messdaten wurden unserer Exekutive bereits übergeben, die Mitglieder des Gemeinderatsausschusses für Flächenwidmung und Verkehr sind zuversichtlich, dass anhand der erhobenen Daten noch punktgenauer kontrolliert werden kann und die Übeltäter zur Rechenschaft gezogen werden können.“

Die Polizeiinspektion bestätigt die verstärkte Präsenz in der Neubaugasse, auch mit der Zivilstreife. Die Raserei kann jedenfalls ziemlich teuer werden (siehe Info-Box).