Schober verlässt Sitzung. Bürgermeister Eckerl verabschietete sich von den Gemeinderäten. ÖVP-Gemeinderat Schober verließ den Sitzungssaal zu vier Tagesordnungspunkten.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 11. November 2014 (09:11)
Bürgermeister Eduard Eckerl erzählte in seiner Abschlussrede über die Erlebnisse in 19 Jahren Bürgermeisteramt.
NOEN, Kindler

Noch viel zu tun gab es für Eduard Eckerl bei seiner 102. und letzten Gemeinderatssitzung als Bürgermeister. „Ich freue mit, dass so viele Mitstreiter heute da sind“, meinte Eckerl zum vollen Sitzungssaal. Neben dem Nachtragsvoranschlag 2014 und dem Voranschlag 2015, war auch der Schulneubau ein Thema.

Dringlichkeitsantrag zum örtlichen Entwicklungskonzept

Zu Beginn brachte ÖVP-Gemeinderat Martin Schober zwei Dringlichkeitsanträge ein, der erste handelte davon, das örtliche Entwicklungskonzept zu korrigieren. Laut Schober seien manche Zahlen veraltet oder falsch. Der Antrag wurde mit 13 zu vier Gegenstimmen abgelehnt.

Im zweiten Antrag ging es um Einwendungen zum Sitzungsprotokoll der Gemeinderatssitzung am 14. Juli 2014 sowie um Bedenken bezüglich des Neubaus der Volksschule. Wie die Tullner NÖN vor circa einem Jahr berichtete, sieht Schober nach wie vor keinen Bedarf für den Neubau. Das Sitzungsprotokoll wurde von einer klaren Mehrheit angenommen.

„Eine Oper können wir uns dann sicher nicht mehr bauen, das ist schon klar.“ Bürgermeister Eduard Eckerl

Einstimmig angenommen wurde auch der Nachtragsvoranschlag 2014. „Der Voranschlag mit 4,885.800 Euro schaut schöner aus, als er ist“, meinte Renate Hofmann vom Bürgerforum. „Den Überschuss von 90.000 Euro haben wir durch gutes Wirtschaften erreicht“, gab SPÖ-Gemeinderat Heinz Knoll zurück. Hofmann gab auch zu bedenken, dass die Gemeinde am Schulneubau (Kosten: circa 4,7 Mio Euro) lange zu kiefeln hätte. „Eine Oper können wir uns neben die Schule nicht mehr bauen, das ist schon klar“, meinte Bürgermeister Eckerl.

Gemeinderat Rudolf Mayer (parteilos): „Wer sagt, dass wir große Sprünge machen wollen?“ Zum Thema Volksschulneubau wurden einige Arbeiten, bezüglich Architekt, Statik und Bauphysik vergeben, mit je einer Stimmenthaltung wurden die Vergaben angenommen.

Schober verließ vor der Abstimmung den Raum

Ein kurioses Verhalten legte Schober an den Tag, um nicht gegen seine eigene Partei stimmen zu müssen, verließ er kurzerhand zu diesen drei Abstimmungspunkten den Raum. 2015 wurde mit 4,715.100 Euro veranschlagt. „Wir haben vorsichtig budgetiert“, erklärte Eckerl. Mit einer Stimmenthaltung und wieder ohne Schober wurde der Voranschlag angenommen. Mehr zur Verabschiedung auf Seite 95.