Schotter-Lkw umgekippt. Kompliziert /  Harter Einsatz für die freiwilligen Feuerwehrleute – Bergung und Aufräumarbeiten nach einem Lkw-Unfall auf der S 5 gestalteten sich äußerst schwierig.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 11. Dezember 2013 (23:59)
Stundenlang standen die Einsatzkräfte bei der Grafenwörther Auffahrt zur S 5 im Einsatz, nachdem ein mit Schotter beladener Lkw in der Kurve umgekippt war. FF Grafenwörth
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Von Doris Firmkranz

Aus noch ungeklärter Ursache kippte am Sonntag ein mit Schotter beladener Lkw in der Kurve der Grafenwörther Auffahrt zur S 5 um. Durch den Anprall an eine Leitschiene wurde das Führerhaus eingedrückt. Weiters wurde der Dieseltank aufgerissen, sodass sich hunderte Liter Diesel auf die Fahrbahn ergossen. Durch die Wucht des Aufpralls war zudem Schotter auf beide Spuren der Richtungsfahrbahn Krems verteilt.

Die alarmierten Feuerwehren Grafenwörth, Feuersbrunn und Krems hatten stundenlang alle Hände voll zu tun. Gemeinsam mit der Polizei wurde die Richtungsfahrbahn gesperrt und der Schotter an den Rand gekehrt, worauf kurz danach eine Spur wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte. Kräfte der ASFINAG-Autobahnmeisterei Jettsdorf entfernten den verstreuten Schotter von der Fahrbahn. Weiter galt es, den ausgetretenen Dieseltreibstoff abzupumpen und zu entsorgen.

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Die Bergung des Unfall-Lkw gestaltete sich äußerst schwierig. Dazu mussten nicht nur die FF Krems, sondern auch Mechaniker der Lkw-Firma herbeigerufen werden. Um aber überhaupt die Feuerwehr-Seilwinden am Fahrzeug anschlagen zu können, war es nötig, die Lärmschutzwand am Fahrbahnrand mittels Kran auszuhängen. Während des sehr komplizierten Bergeverfahrens musste das Unfallfahrzeug gegen „Überrollen“ gesichert werden. Das hätte laut Feuerwehr dem Lkw mit hohem Schwerpunkt leicht passieren können.

Als der Lkw endlich aufgerichtet war, begann das große Aufräumen und Reinemachen, und erst nachdem die Kabine mittels hydraulischem Rettungsgerät so ausgebogen war, dass einer der Mechaniker mitfahren konnte, wurde das Fahrzeug unter Polizeischutz nach Traismauer gebracht.

Der Unfalllenker hatte sich aus eigener Kraft befreien können und wurde vom Roten Kreuz ins Spital gebracht. Laut Polizei verfügte der Lkw über eine Ausnahmegenehmigung für Fahrten am Sonntag.