Neugieriger Fuchs "jagt" Schlapfen statt der Gans. Ein Fuchs, der statt der Gänse Plastikschlapfen stiehlt (und an ihnen knabbert), bereitet derzeit der Bevölkerung im Raume Kreuth einiges Kopfzerbrechen.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 29. August 2018 (04:30)
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Symbolbild

„Wie sollen wir uns verhalten?“, fragen sich verzweifelt Bewohner des Sieghartskirchner Ortsteiles Kreuth, wenn wieder einmal Reineke Fuchs auf der Terrasse, in der Küche oder in einem Zelt auf dem nahe gelegenen Campingplatz auftaucht. „Plötzlich steht er vor dir, kommt bis auf zwei Meter ran und lässt sich auch mit dem Gartenschlauch nicht verjagen“, schildert etwa Ursula Weber-Hejtmanek, die schon mehrfach vom neugierigen Fuchs besucht wurde.

privat
Kulinarisch bevorzugt das Füchslein Dinge aus Plastik.

Jüngst sei der Fuchs unvermittelt in der Küche gestanden, hätte sich über das Katzenfutter hergemacht. Was sie nicht weiter wunderte, denn der Fuchs sei „sehr dürr“. Offensichtlich in Ermangelung geeigneter Nahrungsquellen mache er sich sogar über Plastikschlapfen her. Ob die so schmackhaft sind, ist fraglich.

Was immer dazu führte, dass das Tier seine Menschenscheu abgelegt hat, die Begegnung mit ihm verursacht ein mulmiges Gefühl. „Bis jetzt konnte mir niemand sagen, wie man mit so einem Fall korrekt umgeht“, so die ratlose Frau.

Nur im Notfall darf das Tier getötet werden

Amtstierarzt Christoph Hofer-Kasztler: „Definitiv ist der für dieses Gebiet zuständige Jäger verantwortlich. Töten darf er das Tier dabei nur im Notfall. Er wird eine sogenannte Lebendfalle aufstellen, und wenn dann der Fuchs gefangen ist, im Wald wieder aussetzen.“

„Nur ja nicht angreifen!“, warnt Angela Fuchs von der Tierhilfe Klosterneuburg. „Das ist eine Frage der Hygiene. Höchstwahrscheinlich trägt das Tier Flöhe, Milben oder andere Parasiten, die dem Menschen gefährlich werden könnten, mit sich herum.“