Schieles größte Liebe. 13 neue Originalwerke sind heuer in der Schatzkammer des Egon Schiele Museums zu bewundern. Natur- und Stadtlandschaften stehen dabei im Mittelpunkt.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 05. April 2019 (04:30)
Firmkranz
Kurator Christian Bauer und Co-Kuratorin Heidrun Wenzel laden ins Egon Schiele Museum.

Aus Anlass des 100. Todestages Egon Schieles erhielt das Museum an der Donaulände ein völlig neues Konzept. Einmalig in Europa verfügt es über Originalaufnahmen der Interviews von Alessandra Comini, Doyenne der Schieleforschung, mit den Schwestern des Künstlers Melanie und Gerti sowie der Schwägerin Adele Harms. Comini wird im Sommer wieder Tulln besuchen.

Ein „Forschergang“ und drei „Schreibtische“ laden ein, die Begegnung mit Egon Schiele anhand von Video- und Audiointerviews zu vertiefen.

Im Zuge der Neugestaltung wurde auch eine sogenannte Schatzkammer installiert. Sie wird jedes Jahr mit neuen Originalwerken bestückt.

„Heuer steht der Kosmos des jungen Egon Schiele im Zentrum“, berichtet Kurator Christian Bauer im Rahmen einer ersten Führung durch das Haus.

Zu sehen sind mehr als ein Dutzend Originalwerke – darunter auch eines, das noch nie in einer Schau gezeigt wurde – mit Naturlandschaftschaften und Städtebilder. Klosterneuburg als einer der Lebensorte des großen Künstlers steht dabei im Mittelpunkt. „Die Natur war die größte Liebe seines Lebens, noch vor den Frauen“, ist Bauer überzeugt.