Sportmittelschule Tulln wegen Covid-19 gesperrt. Eine Person wurde positiv getestet, Contact-Tracing läuft, Krisenstab der Bezirkshauptmannschaft arbeitet auf Hochtouren.

Von Thomas Peischl. Update am 01. Juli 2020 (07:04)
Die Sportmittelschule Tulln wurde am Montag, 29. Juni, gemäß Epidemie-Gesetz geschlossen.
Thomas Peischl

Am Montag, 29. Juni, musste die Sportmittelschule Tulln gemäß Epidemie-Gesetz geschlossen werden. „Leider kann das heurige Schuljahr nicht so beendet werden, wie wir es uns alle nach der schwierigen Zeit gewünscht hätten“, heißt es in einem Schreiben von Direktor Georg Förstel an die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten. „Eine Person, die mit fast allen Schülerinnen und Schülern der Schule in Kontakt war“ wurde positiv auf Covid-19 getestet.
Förstel betont, dass das Lehrerteam der Sport-MS versuchen werde, die Kinder auch in der letzten Schulwoche via Distance-Learning zu unterstützen. Weitere Informationen, Schulerfolgsbestätigungen und Zeugnisse werden auf elektronischem Weg folgen. Weiters appelliert der Schulleiter an die Eltern, mit ihren Kindern über die schwierige Situation zu sprechen und bei Symptomen umgehend die Gesundheitsberatung unter 1450 zu kontaktieren.

„Es tut mir sehr leid, dass die Sportmittelschule Tulln vorläufig geschlossen werden muss“, betont auch Bezirkshauptmann Andreas Riemer, „wir hatten die Sache gerade in den Griff bekommen und waren letzte Woche endlich bei Null an Covid-19 erkrankten Personen im Bezirk angelangt.“

Als er vom Landessanitätsstab über den Fall informiert wurde, berief der Behördenchef den bereits aufgelösten Krisenstab umgehend wieder ein. „Bis jetzt wissen wir nur von diesem einen Fall, wir sind jetzt intensiv damit beschäftigt alle Personen zu informieren - das Contact-Tracing läuft auf Hochtouren“, sagt Riemer.

Vier Teams unterwegs, um Tests abzuwickeln

Es sei schon ein gewaltiger Aufwand, die Kapazitäten wurden massiv gesteigert. Aktuell sind vier Teams unterwegs, um die Tests abzuwickeln. „Wir haben alles mobilisiert, um die Sache möglichst rasch in den Griff zu bekommen“, betont Riemer.
Wie Bürgermeister Peter Eisenschenk auf Facebook mitteilt, handelt es sich bei der Person, die positiv getestet wurde, um einen „Lehrer , der südlich von Wien wohnt“. Weiteres heißt es in dem Posting, dass alle Schüler und Lehrer in Quarantäne seien. Nicht betroffen wären lediglich Schüler jener Klassen, die den betroffenen Lehrer nicht hatten. Unabhängig davon gebe es zwei weitere Fälle in Tulln zu verzeichnen. „Die Bezirkshauptmannschaft arbeitet sehr professionell daran, die Ansteckungswege zu verfolgen. Bleiben wir vorsichtig“, schließt Eisenschenk.