St. Andrä-Wördern

Erstellt am 20. Januar 2019, 03:45

von Viviane Werdath

Rot-gelbe Engel helfen am Ötscher. Pistenhelfer sorgen für mehr Sicherheit auf den Skihängen. Ein ÖSV-Projekt macht Lackenhofs Skiwelt sicher.

Wolfgang Bauer aus St. Andrä-Wördern organisiert Prävention und Hilfe direkt am Hang. Hier mit Pistenhelfer Christoph Bauer im Einsatz in Lackenhof.  |  LSVNÖ

Sie sind Berater, Sicherheitsorgan und Helfer, wenn der Schneezauber einen Skifahrer in den Schnee zaubert: die Pistenhelfer in ihren rot-gelben Anoraks.

Nun sind wieder unterwegs, an Wochenenden und in den Ferien, etwa 40 Tage pro Saison. Die 20 bis 25 hilfreichen Geister auf Skiern sind staatlich geprüfte Skiinstruktoren und Helfer des NÖ Landesskiverbandes.

Sie gehen aktiv auf Skifahrer zu, geben Tipps zur Auswahl der passenden Piste oder unterstützen bei Materialproblemen. Bei Unfällen leisten sie Hilfe, informieren über Funk die Bergrettung und sichern beim Transport.

Eine Überschätzung des Könnens ist ein wiederkehrendes Thema: „Ich bin schon mit einem kleinen Kind in den Armen die schwarze Piste runtergefahren“, erzählt der St. Andrä-Wörderner Wolfgang Bauer, Referent der Skiinstruktoren des LSVNÖ und Mitorganisator der seit elf Jahren bestehenden Pistenhilfe. Die häufigsten Einsätze seien jedoch „Ermahnungen und Verweise von Pistenrowdys, die unvernünftig durch die Gegend glühen.“ So werden Pisten sicherer, auch ohne Druck der Pistenpolizei.

Das Skigebiet Lackenhof ist nach Lawinensprengungen seit Samstag wieder teilweise geöffnet, was Ötscherlift-Betriebsleiter Walter Friedl natürlich freut. Der nasse Schnee birgt jedoch erhöhte Sturzgefahr und erfordert hohes fahrtechnisches Können.

Die aktuelle Lawinenwarnstufe IV bewertet Bauer als „sehr prekär“. Lawinen können auf Hängen ab 30 Grad Gefälle spontan losgehen, auch von der Seite. Er warnt: „Ab IV hat niemand mehr was im freien Skiraum verloren“. Er empfiehlt den Skifahrern: Geduld, Lawinenberichte und eine realistische Selbsteinschätzung.