Tierleid im Schrebergarten. TULLN / Schreckliches hat ein junger Hund in einer Tullner Kleingartensiedlung erduldet, ehe er befreit werden konnte.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 15. Januar 2014 (23:59)
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Feuerwehrmann Thomas Huber mit dem jungen Hund nach der erfolgreichen Rettungsaktion. Stadtfeuerwehr Tulln
Von Doris Firmkranz

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Zu verdanken hat der Vierbeiner seine Rettung einem in der Nähe wohnenden Ehepaar. Immer wieder trafen sie den Hund angebunden auf einem Grundstück in der Kleingartenanlage am Mittergwendt bei Wind und Kälte frierend an. Eine Leine hatte er zuvor schon durchbissen, ehe sie ihn schließlich an einer etwa 1,5 Meter langen Kette angebunden vorfanden. Sandra und Klaus Z.-G. wollten nicht mehr länger zuschauen und erstatteten letzten Freitag Anzeige.


Telefonnummer in akribischer Eigeninitiative ermittelt

In den Abendstunden wurde dann der gequälte Welpe von Amtstierarzt Christoph Hofer-Kasztler mit Unterstützung der Stadtfeuerwehr befreit und anschließend ins Tierheim nach Krems gebracht. Ehepaar Z.-G. freut sich über den glücklichen Ausgang, übt aber Kritik am Krisenmanagement: „Die Aktion ist äußerst zäh angelaufen. Die Polizei fühlte sich anfangs nicht zuständig.

Zudem ist es nahezu unmöglich, außerhalb der Amtszeit den Amtstierarzt zu erreichen. Obwohl es offensichtlich eine Telefonnummer für Notfälle gibt, war diese angeblich der Polizei nicht bekannt.“ Hofer-Kasztlers Telefonnummer wurde von Sandra und Klaus Z-G. in akribischer Eigeninitiative ermittelt. Der Amtstierarzt kam dann extra abends aus Gaaden bei Mödling angereist, um die Sache einem guten Ende zuzuführen.