Landwirtschaftskammer lud zum "Dialog am Bauernhof". Pflanzenschutzmittel und Faktencheck im Pflanzenbau waren die Themen beim Exkurs der NÖ. Landeslandwirtschaftskammer am Bauernhof.

Von Maria Knöpfl. Erstellt am 01. Oktober 2019 (04:06)
Knöpfl
Die Referenten beim Dialog am Bauernhof: Johann Kohl, Herbert und Elisabeth Muck sowie Manfred Weinhappel.

Das Thema des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln wird in der Öffentlichkeit und in den Medien viel diskutiert. Zwei Fachexperten referierten vor Pressevertretern und interessierten Landwirten über Pflanzenbau. Der Exkurs fand bei den Landwirten Elisabeth und Herbert Muck in Trasdorf am Dorfplatz statt. Die Landwirte führen den Betrieb in der vierten Generation und betreiben Rindermast, bauen Mais, Zuckerrüben und Kartoffel an. Ein zweites Standbein ist die Vermietung von Ferienwohnungen, ein Ab-Hof-Verkauf sowie die „Schule am Bauernhof“.

Manfred Weinhappel von der Landeslandwirtschaftskammer NÖ zeigte im Referat Zahlen, Daten und Fakten zum Pflanzenanbau auf. Die Klimaveränderung führte zu einer Verschiebung der Kulturartenverhältnisse. Durch verschärfte Standards veränderten sich die Produktionsbedingungen ebenso wie die Konsumgewohnheiten.

90 % aller bäuerlichen Betriebe nehmen am „Österreichischen Programm zur Förderung einer umweltgerechten und den natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft – ÖPUL“ teil und erfüllen damit die gesetzlichen Auflagen.

Johann Kohl von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit – AGES – referierte über Pflanzenschutzmittel und zeigte auf, dass sie bei sachgemäßer Verwendung sicher für Mensch, Tier und Umwelt sind. Eine Fokussierung auf Klimaschutz, Erhalt der Artenvielfalt, Ertragssicherung und Bodenschutz wäre ein Gebot der Stunde.

Die Anwesenden diskutierten intensiv mit den Vortragenden und Gemeindebäuerin Magret Bandion lobte die Aufklärungsarbeit: „Es sollten mehr Lebensmittel bei den Direktvermarktern gekauft werden, denn durch oftmaliges Prüfen sind in unseren Lebensmitteln keine Rückstände, im Gegensatz zu den aus dem Ausland eingeführten Waren.“