Wasser wird weicher. Die Stadt Tulln wird Osmose-Trinkwasser nach Tulbing pumpen, wo es mit Tulbinger Wasser gemischt wird.

Von Monika Gutscher. Erstellt am 13. Dezember 2018 (03:14)
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Bürgermeister Thomas Buder bei der UV-Entkeimungsanlage in Tulbing, wo bereits der Anschluss für eine Beimischung vorbereitet ist.

Der Gemeinderat beschloss ein Wasserlieferübereinkommen mit der Gemeinde Tulln. Der Tullner Gemeinderat stimmte dem gemeinsamen Projekt zu.

„Mit dieser wichtigen Entscheidung haben wir als Gemeinde ein zweites Standbein bei der Wasserversorgung, senken den Härtegrad von über 30 auf 14 Härtegrade und reduzieren weiter den Nitratgehalt“, kündigt Bürgermeister Thomas Buder an.

Nach umfangreichen Diskussionen im zuständigen Ausschuss und im Gemeinderat wurde diese Entscheidung als die beste Lösung von vier Varianten für die Gemeinde Tulbing bewertet.

Die Stadt Tulln wird eine sogenannte Naturfilteranlage bauen, von der Trinkwasser mit null Härtegraden (Osmosewasser) über eine Leitung nach Tulbing gepumpt wird. Im Brunnen der Wasserversorgung Tulbing wird das gefilterte Wasser beigemischt und gelangt so in das örtliche Wassernetz.

Laut Plan wird die Leitung von Tulln nach Tulbing 2019 gebaut. Im selben Jahr beginnt auch die Projektierung und Ausschreibung für den Umbau der Anlage im Brunnen Tulbing. Mit der Fertigstellung der Anlage und der Beimischung von Wasser aus Tulln wird im Herbst 2020 gerechnet.