Gastronomischer Aufwind: Aus Hellas wird „Mythos“. Neuer Grieche an altem Standort! Es kommt Bewegung in die Szene.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 02. März 2019 (04:37)
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Dimitrios Zafeiris, Tullns neuer „Grieche“, in seinem künftigenWirkungsbereich.

Bedauerlich – für die derzeit geschlossenen Albrechtsstuben ist nach wie vor kein Happy End in Sicht. Liegenschafts-Eigentümer Wolfgang Steiner ist immer noch auf der Suche nach einem Betreiber des Gasthauses mit Pension in der Albrechtsgasse.

Architekt bringt Lokal auf Vordermann

Jedoch dürfen Freunde der griechischen Küche aufatmen: Wenige Meter weiter, und ein Jahr, nachdem das „Hellas“ dort seine Pforten schloss, wird Dimitrios Zafeiris ein neues griechisches Spezialitäten-Restaurant eröffnen. Im „Mythos“ kann man ab Mitte März dann wieder bei Tzatziki und Retsina in Erinnerungen an den letzten Griechenlandurlaub schwelgen.

„Ich wünsche mir, dass es ein Gasthaus bleibt. Aber wenn es nicht anders geht – verkaufen tu’ ich so und so.“ Josef Weber, Gastwirt aus Leidenschaft

Bis dahin wird fleißig renoviert und neu gestaltet. Damit hat Dimitrios eigens einen Architekten aus Griechenland beauftragt.

Der umtriebige Gastronom hat aber noch mehr vor: Er will auch dem beliebten Gastgarten an der Donaulände neues Leben einhauchen. Spaziergänger, Radfahrer und Besucher der Donaubühnen-Veranstaltungen standen letzten Sommer beim sonst stark frequentierten Gastgarten vor verschlossenen Türen.

Auch Wolfgang Bess ist voll von Optimismus getragen und freut sich auf die neue Herausforderung: Der gelernte Koch und Kellner verlässt das Gasthaus „Der Grell“ in Langenlebarn und übernimmt das „Schmankerl“ am Minoritenplatz. Für April ist die Wiederöffnung des Lokales in neuem Glanz geplant.

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„Tür auf“ wird es in Kürze im „Schmankerl“ am Minoritenplatz heißen.

Unklar ist hingegen noch, wie es mit dem Langenlebarner Traditionsgasthof weiter geht.

Am Hauptplatz haben die Betreiber des Lokales „Sole Bar & Restaurant“ das Handtuch geschmissen.

Im Vorderen des Areals – zum Hauptplatz hin – sind noch Speisen und Getränke an eine Tafel geschrieben, aber weiter hinten prangt das „Geschlossen“-Schild an der Eingangstür.

Vulnet Osmani, Desira und Ramzi Selmani hatten mit großem Engagement den Betrieb erst vor knapp zwei Jahren übernommen und viel in eine neue, moderne Ausstattung investiert. „Ein Nachfolger hat sich schon gefunden,“ so Desira Selmani gegenüber der NÖN. Bis zur Wiedereröffnung werde es jedoch einige Wochen dauern, da der neue Betreiber noch Adaptierungsmaßnahmen durchführen möchte.

Gut läuft es für das Tennisstüberl, wo Philipp Pannosch nahtlos die Nachfolge von Hermann Raab als Pächter angetreten hat. Raab, der 20 Jahre lang für das Lokal in der Hafenstraße verantwortlich war, verabschiedete sich bereits im Dezember 2018 in den wohlverdienten Ruhestand.

Einige Kilometer außerhalb der City, in Staasdorf, sucht auch der renommierte Tullnerfelderhof einen neuen Besitzer. Eigentümer Josef Weber ist seit vier Jahren in Pension, nach wie vor jedoch leidenschaftlicher Wirt. 1994 hat er das Gasthaus erworben, nachdem es nach einem Konkurs fünf Jahre lang geschlossen geblieben war.

„Es ist mein Lebenswerk“, sagt Weber. Es wäre für ihn eine „Herzensangelegenheit“, es als Gasthaus weitergeführt zu sehen. „Aber wenn es nicht anders geht, verkaufen tu’ ich so und so“, meint der Gastwirt vom alten Schlag mit einer gewissen Wehmut in der Stimme.