Geldstrafe für Crashs und Nasenbruch. 52-Jähriger streitet ab, öfters delinquent gewesen zu sein. Für Alko-Unfall setzte es Strafe.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 13. November 2019 (05:24)
APA (Symbolbild)

Mit zwei Promille im Blut setzte sich ein 52-Jähriger aus Tulln hinter das Steuer, fuhr nach Wien und verursachte dort prompt einen Crash. Wegen fahrlässiger Körperverletzung muss er nun vor Gericht Rede und Antwort stehen.

Dazu ist der 52-Jährige geständig im Prozess am Landesgericht in St. Pölten. Dass er alkoholisiert mit einem anderen Verkehrsteilnehmer zusammengestoßen ist, gibt er zu. Der Lenker und ein weiterer Insasse dieses Autos hatten Glück, sie wurden nur leicht verletzt.

Dass der 52-Jährige beim Abbiegen auf einem Fußübergang in Tulln eine Frau übersehen und seine Fahrt, ohne der schwer Verletzten zu helfen, fortgesetzt haben soll, weist er von sich. Auch schwere Körperverletzung wird ihm vorgeworfen. Im Suff soll er nach Streit seinem mitangeklagten Schwager (28) mit dem Auto über den Fuß gefahren sein. Und der 28-Jährige soll dem 52-Jährigen die Nase gebrochen haben.

Der Richter führt ein umfassendes Beweisverfahren. Wegen des Verkehrsunfalls in Wien verurteilt er den 52-Jährigen zu 650 Euro Geldstrafe. Von allen anderen Vorwürfen werden beide Angeklagten freigesprochen. „Bei dem Unfall in Tulln konnte nicht geklärt werden, ob der Angeklagte dafür verantwortlich ist“, begründet der Richter. Und zu den vorgeworfenen Körperverletzungen sagt er: „Das sind Zweifelsfreisprüche. Aussagen divergieren, alle Beteiligten waren alkoholisiert, am meisten die Zeuginnen.“ Rechtskräftig.