Kampf dem Rassismus. Wanderausstellung in Kunstwerkstatt macht auf Problem aufmerksam. Jugendliche sollen sensibilisiert werden.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 06. November 2014 (06:11)
Rassismus ist ein Dauerthema, deswegen wird die Ausstellung von Gemma verlängert.
NOEN, Shutterstock/Lisa S.

Ab Montag, 10. November, ist die preisgekrönte Wanderausstellung „Alltag-Rassismus Jugend“ wieder in der Kunstwerkstatt zu sehen. „Die Nachfrage war sehr groß, deswegen gibt es diese Ausstellung wieder. Jene Schulklassen, die im Jänner die Ausstellung nicht mehr besuchen konnten, haben jetzt die Möglichkeit“, so Ralf Müller von Gemma Mobile Jugendarbeit Tulln.

Jugendliche früh sensibilisieren

Für Müller sind Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit ein Dauerthema, „man kann nicht früh genug damit anfangen, die Jugendlichen zu sensibilisieren“. Einen konkreten Anlassfall in Tulln gebe es zwar nicht, aber Rassismus ziehe sich durchs ganze Land. „Mit Informationen erklären wir jenen Jugendlichen, die mit dem Nationalsozialismus kokettieren, wie deppert es ist, wenn sich jeder gegen jeden stellt“, so Müller.

Rassismus sei heute nicht mehr und nicht weniger Thema, als es früher auch war, aber durch die Smartphones würde sich alles schneller verbreiten. „Entstanden ist die Ausstellung übrigens nach einem Besuch in Mauthausen, wir sollten die Augen in Bezug auf Rassismus offen halten, und nur nach wenigen Monaten hatten wir genügen Material beisammen“, erzählt Müller. Auch das Datum für die Vernissage am 10. November ist nicht zufällig gewählt: „Damit wollen wir auf die schrecklichen Taten in der Reichspogromnacht von 9. auf 10. November aufmerksam machen“, erklärt Müller.