Erstellt am 11. Juli 2018, 11:20

von Birgit Kindler

Mann nach Streit in Tankstelle tot, Prozess vertagt. Wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang ist ein 44-Jähriger am Mittwoch in St. Pölten vor Gericht gestanden.

Symbolbild  |  NOEN, Hinterndorfer

Tragisch endete der Besuch eines Tankstellen-Bistros für einen 63-Jährigen in Tulln. Er wollte einen Streit schlichten, bekam dabei einen Schlag und stürzte so unglücklich, dass er nach einigen Wochen im Koma starb. Vor dem Richter beim Prozess am Landesgericht St. Pölten sitzt der 45-jährige damalige Tankstellen-Pächter, er soll den Stoß versetzt haben. Der Mann aus dem Tullnerfeld bekennt sich nicht schuldig.

Er habe mit seiner Stieftochter gestritten, das spätere Opfer will er gar nicht wahrgenommen haben. Die Stieftochter verwickelt sich in Widersprüche. „Im Polizeiprotokoll geben Sie an, dass Ihr Stiefvater dem Opfer einen Stoß versetzt hat. Jetzt sagen Sie, es war nur eine Ausholbewegung nach hinten. Was stimmt jetzt?“, ist der Richter verärgert. Die Stieftochter betont, dass sie ihre Aussage bei der Polizei ändern gelassen habe. Der Prozess wird auf September vertagt. Der Richter will die beiden Polizeibeamten, die für das Protokoll zuständig waren, noch einvernehmen.


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