Tulln

Erstellt am 18. Juli 2018, 04:02

von Doris Firmkranz

Nach der Fußball-WM: Bravo, Hrvatska!. Kein Grund zur Trauer nach verlorenem Spiel der Kroaten. Schließlich ist man jetzt Vizeweltmeister.

Im Vereinshaus wurde für einen Sieg der kroatischen Elf über die Bleus aus Frankreich gebetet. Leider wurde nichts aus dem Sieg von „David“ gegen „Goliath“. Am Schluss wurde dennoch gejubelt.  |  NOEN

In den letzten Wochen drehte sich so ziemlich alles um Fußball. Dies gilt besonders für das kleine, junge Kroatien, dessen Team es sensationeller weise bis zum Einzug ins Finale geschafft hat. Am Sonntag war es so weit: Das Spiel um den Weltmeistertitel gegen Frankreich.

Tullns Gemeinderätin Marina Manduric kam als Vierjährige von Kroatien nach Österreich und urlaubt gerade in der Heimat. „Überall Fahnen und fröhliche Gesichter, aber auch eine gewisse Nervosität“, beschreibt sie die Stimmung kurz vor dem Spiel.

Ähnlich die Stimmung unter den Freunden der „Kroatische Katholiken Gemeinde Tulln St. Stephan“. Kroatischstämmige Fußballfans, Frauen, Männer, Kinder, rund 50 an der Zahl, die Autos mit Fähnchen bestückt, die Gesichter mit den Nationalfarben weiß, rot, blau geschminkt, die meisten in der Nationaldress, waren ins Vereinshaus gekommen, um gemeinsam die Daumen zu drücken. Es herrscht eine Mischung aus Euphorie und hoffnungsvollem Bangen.

„Egal, wir sind Vizeweltmeister!“

Obmann Franjo Rastigorac hält eine kurze Ansprache, ehe der Anstoß erfolgt. Jede gelungene Aktion der Kroaten wird lautstark bejubelt. Jede misslungene mit einem Schluck aus der Bierflasche versüßt. Selbst als Frankreich mit 1 : 0 in Führung geht, lassen sich die Fans ihre gute Laune nicht verderben. Leider hilft auch das Stoßgebet, das Pfarrer Christoph Kowalski kurz vor Anpfiff der zweiten Spielhälfte zum Himmel schickt, nicht. Die Kroaten verlieren das Match. „Egal, wir sind Vizeweltmeister!“, jubeln die Fans.