Erstellt am 20. Juli 2018, 04:21

von Beate Riedl

Österreich als sechste Station auf Häf’n-Tour. Rumäne war bereits in fünf Ländern in Haft, nun gesellt sich auch Österreich zu seinen Gefängnis-Erfahrungen.

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Die Gefängniszellen in Europa kennt er schon recht gut: In Frankreich, Spanien, Belgien, Dänemark und der Schweiz verbrachte ein Rumäne (30) schon einige Monate hinter schwedischen Gardinen – immer wieder wurde er wegen Einbruchsdiebstählen verurteilt. Gebracht haben dürfte es aber nicht recht viel. Denn nun muss er sich am Landesgericht St. Pölten wegen schweren gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahls verantworten: Bei Einbrüchen im Dezember in Tulln und Wien sowie im Jänner in Wien erbeutete er Schmuck, Uhren, elektronische Geräte und Bargeld im Wert von rund 15.000 Euro.

Mildernde Umstände für den Serien-Einbrecher

In Pressbaum blieb es im Februar beim Versuch, da er gestört wurde. „Ich wollte arbeiten in Österreich. Ich habe aber nichts gefunden, weil ich die Sprache nicht kann. Ich hatte kein Geld, keine Wohnung, niemanden, der für mich da ist. Mein kleines Kind ist vor Kurzem gestorben“, erklärt der 30-Jährige, warum er wieder auf Einbruchstour ging. „Ich weiß nicht, was mit mir los war.“ Wofür er das Geld gebraucht hat, will die Richterin schließlich vom Angeklagten wissen: „Ich hab‘ mit dem Geld Drogen gekauft“, erklärt er.

Eine vierjährige Haftstrafe muss der Unbelehrbare nun verbüßen. Mildernd wertete die Richterin das umfassende Geständnis, erschwerend die vielen einschlägigen Vorstrafen des Rumänen.