Tulln

Erstellt am 10. Januar 2019, 04:01

von Thomas Peischl

Vier aus sechs beim Tullner Neujahrstreff. Gemeinsamer Gedankenaustausch im Atrium geht erneut ohne Mitwirkung von TOP und FPÖ über die Bühne.

Symbolbild  |  Shutterstock/Denis Kuvaev

Am Freitag, 11. Jänner, findet um 19 Uhr im Atrium im Minoritenkloster das traditionelle Neujahrstreffen statt. „Tulln geht voran – das haben wir im vergangenen Jahr wieder bewiesen. Und auch für die kommenden Jahre haben wir uns wieder viel vorgenommen. Für eine noch lebenswertere Stadt, in der wir harmonisch miteinander leben, voneinander lernen und gemeinsam gestalten – für eine Stadt des Miteinanders“, erkärt Bürgermeister Peter Eisenschenk (TVP).

Tradition hat mittlerweile aber auch die Abwesenheit von zwei der insgesamt sechs Fraktionen: TOP und FPÖ stimmten im Gemeinderat gegen die Abhaltung der Veranstaltung und werden auch nicht teilnehmen. „Ich will hier keine Attacken reiten, aber das ist kein Umgang“, sagt Ludwig Buchinger (TOP), „ich habe den Eindruck, dass es gar nicht gewünscht ist, das wir kommen. Denn wenn, dann hätte der Bürgermeister vor der Beschlussfassung mit uns reden müssen.“ Ähnlich beurteilt Andreas Bors (FPÖ) die Lage: „Es ist auch nicht okay, dort auf nicht anwesende politische Mitbewerber loszugehen, wie das in der Vergangenheit schon passiert ist.“ Beide Parteien kritisieren außerdem die Kosten des Treffens (14.000 Euro) als zu hoch.

SPÖ, Grüne und NEOS sagen Mitwirkung zu

Wieder mit dabei ist hingegen Harald Wimmer (SPÖ): „Ich könnte die Kritik nachvollziehen, wenn es sich um eine One-Man-Show des Bürgermeisters oder der TVP handeln würde, aber es ist eine Plattform für alle.“ Interessant wären auch die vielen Gespräche nach dem offiziellen Teil, denn: „So viele Menschen, die sich für die Zukunft Tullns interessieren trifft man selten an einem Ort. Ich nehme da regelmäßig ein Arbeitspaket mit nach Hause.“

Rainer Patzl (Grüne) betont kurz und bündig: „Wie alle konstruktiven Parteien der Stadt werden auch wir Grünen wieder dabei sein.“ Was auch für die One-Man-Fraktion der NEOS in Gestalt von Herbert Schmied gilt. Noch ist er zwar erkältet, aber „vorausgesetzt es geht mir nicht schlechter, bin ich gerne wieder dabei“, denn: „Die Veranstaltung ist immer gut besucht. Eine derartige Gelegenheit, über Ideen für die Stadt zu sprechen, sollte man nützen. Schade, dass nicht alle dabei sein werden.“

Das Neujahrstreffen bietet allen Bürgern zum Start des neuen Jahres Ein- und Ausblicke in Projekte der Stadtgemeinde – in gemütlicher Atmosphäre bei Imbiss und Getränken.