Alte Schule muss weg. Für die Erweiterung der Volksschule 1 muss das nebenstehende historische Gebäude geopfert werden.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 14. August 2019 (04:22)
Stadtgemeinde Tulln
Die Tage der „Alten Schule“ sind gezählt, sie wird abgerissen und weichtdamit einem Zubau der Volksschule 1.

Der Bauzeitplan ist bereits fixiert: Nach dem Spatenstich am 30. März 2020 wird der Um- und Ausbau der Volksschule 1 in der Kirchengasse erfolgen und soll 18 Monate später fertig sein. Um Platz dafür zu schaffen, wird in einem laut Stadtgemeinde „notwendigen ersten Schritt“ voraussichtlich Ende August die daneben stehende „Alte Schule“ (von niemand geringerem als Egon Schiele selbst besucht) dem Erdboden gleich gemacht.

Dem werden archäologische Arbeiten durch das Bundesdenkmalamt folgen, denn aufgrund der Nähe zum ehemaligen römischen Reiterlager Comagenis und der Lage innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer kann nicht ausgeschlossen werden, bei Grabungen auf Relikte der Vergangenheit zu stoßen.

Architektenwettbewerb für die beste Lösung

Noch sind die umfangreichen Vorbereitungs- und Planungsarbeiten nicht abgeschlossen, laufen jedoch schon auf Hochtouren. Derzeit sind Architekten im Rahmen eines zweistufigen Realisierungswettbewerbes mit abschließendem Verhandlungsverfahren eingeladen, Vorschläge für den Umbau und den neuen Gebäudetrakt abzugeben. Auf diesem Weg soll die beste bauliche Lösung für den Standort gefunden werden.

Diese wird durch eine Fachjury ermittelt, anschließend erfolgt die Detailplanung und danach kann mit dem Bau begonnen werden.

Zubau bringt vier Klassenzimmer mehr

Insgesamt wird die Schule durch vier weitere Klassenräume, einen zusätzlichen Turnsaal und Räume für die Nachmittagsbetreuung erweitert.

Mit dem Um- und Ausbau der Egon Schiele Volksschule – errichtet durch die Tullner Kommunal Immobilien KG – soll der Bedarf an Volksschulplätzen ab dem Schuljahr 2021/22 für die nächsten Jahre gedeckt sein.