Neustart für die Radunterführung. Nach NÖN-Artikeln über unsichere Stellen wird der Donauradweg wieder erneuert. Eröffnung am 18. November.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 15. November 2019 (05:36)
Erneut erneuert: Die Unterführung der Kronau-Umfahrung war die letzten Wochen wieder Baustelle. Nach Kritik wird der Radweg verbreitert.
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Zu steil, zu schmal und unübersichtlich: Die nagelneue Radunterführung bei der Umfahrung Asparn-Kronau sorgte für Unmut. Schon im August schlug der Hobby-Radler Alarm, die Radlobby Tulln bestätigte die Mängel am vielbefahrenen Donauradweg Eurovelo 6. Nach zwei NÖN-Artikeln im Sommer wurde die Kritik erhört: NÖ setzt Maßnahmen für die Sicherheit, derzeit ist der Weg wieder Baustelle.

„Das Land hat die Radwegsituation hinsichtlich der Verkehrssicherheit noch einmal evaluiert und sich gemeinsam mit der Marktgemeinde Langenrohr dazu entschlossen, die Zufahrtsbereiche zur Radwegunterführung zu optimieren und umzugestalten“, erklärt Jörg Ehrenreich vom NÖ Landesstraßenbau. Die Strecke wurde verbreitert, zurück zum Start hieß es für die Bauarbeiter. Ehrenreich: „Für die Umgestaltung war eine zusätzliche Grundaufbringung erforderlich, welche mit den Grundstückseigentümern gütlich abgewickelt werden konnte.“ Noch wird am Feinschliff gewerkt, mit der Eröffnung der Umfahrung am Montag, 18. November, wird auch der Eurovelo für den Radverkehr freigegeben.

Radlobby kritisiert: „Schlecht geplant“

Und dieses Mal ohne Hindernisse: Die Randsteine links und rechts wurden entfernt, neue Auf- und Abfahrten errichtet. Der Anfahrtsradius ist größer, die Sicht besser, lobt die Radlobby Tulln. Aber: „Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie viel Steuergeld ausgegeben werden muss, wenn erstens schlecht geplant und zweitens nicht mit den Bedarfsträgern gesprochen wird.“

Den Kritikpunkt lässt Ehrenreich nicht gelten: „Die zusätzlichen Bauarbeiten werden im Zuge der baulichen Umsetzung der Umfahrung L 112 Asparn-Kronau mitabgewickelt und die Kosten sind damit im Baulos abgedeckt.“