Täglich grüßt der 30er in Tulln: Hier wird gemessen. Seit dem Frühjahr läuft die Kooperation der Stadtgemeinde mit der Landespolizeidirektion. Als Hotspot entpuppte sich bislang die Langenlebarner Straße.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 05. August 2020 (04:34)
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Es kommt nicht jeden Tag vor, aber in der 30er-Zone in der Langenlebarner Straße ist es tatsächlich passiert: Ein Lenker wurde mit seinem Pkw an einem Tag gleich dreimal wegen zu hoher Geschwindigkeit von der Digitalkamera des Lasermessgerätes abgelichtet.

Zur Erinnerung: Im Mai beschloss der Gemeinderat einstimmig einen Kooperationsvertrag für Verkehrssicherheitsmaßnahmen zwischen Stadtgemeinde Tulln und Landespolizeidirektion Niederösterreich. Seitdem kommen an insgesamt neun Standorten (vier Gemeindestraßen und fünf Landesstraßen) in Tulln und seinen Katastralgemeinden abwechselnd zwei Geschwindigkeitsüberachungsgeräte mit Digitalkameras zum Einsatz. Für die Ausstellung der Anonymverfügungen ist die Bezirkshauptmannschaft zuständig.

„Das passiert nicht aus Jux und Tollerei und auch nicht um Strafen einzuheben, sondern mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit zu erhöhen“, betont Bezirkshauptmannstellvertreter Josef Wanek. Die Standorte wurden alle mit Verkehrssachverständigen überprüft und als zweckmäßig erachtet. In der eingangs erwähnten 30er-Zone habe es einige Beschwerden gegeben, weil manche Lenker schon mehrfach bestraft wurden. Dabei ist die Zone alles andere als neu, sie existiert seit mehr als acht Jahren. „Die Messungen dienen hier der Absicherung des Fußgängerüberganges, letztendlich aber auch der Sicherheit der Autofahrer selbst“, betont Wanek. Die Geschwindigkeitsbeschränkungen seien nicht willkürlich gewählt, sondern auf die jeweiligen Verkehrsverhältnisse abgestimmt. „In all den genannten Bereichen muss man über kurz oder lang mit Überwachung und Messungen rechnen“, mahnt der Bezirkshauptmannstellvertreter.