Deutliches Votum für große Variante bei "Nibelungenplatz Neu" in Tulln

Die Ampel für einen großen, grünen Platz steht - nun ja - auch auf "grün". 59,4 Prozent der Teilnehmer stimmten in der Volksbefragung für die größte von drei möglichen Varianten.

Erstellt am 05. Dezember 2021 | 15:14
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Der Nibelungenplatz in Tulln wird von Grund auf neugestaltet. Wie genau, das wird im nächsten Schritt des Großprojekts geklärt.
Foto: Grafik von Raumposition

Nach einer intensiven, monatelangen Phase, in der Inputs von Experten und Bürgern erhoben wurden, waren heute, Sonntag, die Tullnerinnen und Tullner ganz direkt am Wort. In einer Volksbefragung konnten sie zwischen kleiner ("Der Klostergarten"), mittlerer ("Der grüne Rahmen") und großer Variante zur Neugestaltung für den Nibelungenplatz wählen. Das Votum fiel eindeutig aus: 59,4 Prozent  wählten die große Variante.

Sechs von zehn für große Variante

"Es gibt wieder gute Nachrichten aus Tulln, selbst in einer so kritischen Zeit", sagt dazu Bürgermeister Peter Eisenschenk in einer ersten Stellungnahme. Er bedanke sich bei allen, die trotz Lockdown in einer so wichtigen Frage der Stadtentwicklung mitbestimmt haben. "Sechs von zehn stimmten für die große Variante. Ich interpretiere das so, dass Tulln will, dass wir ein weiteres Markenzeichen schaffen und die Lebensqualität in der Stadt weiter erhöhen", sagt Eisenschenk weiter. Ausdrücklich bedankt er sich auch bei allen Parteien: "Sie haben mitgeholfen, dass wir eine sachpolitische Aufgabe durch einen demokratisch vorbildlich organsierten und umgesetzten Prozess gelöst haben."

Geringe Wahlbeteiligung von 26 Prozent

Gewünscht hätte sich Eisenschenk eine höhere Wahlbeteiligung, sie fiel mit 26 Prozent relativ niedrig aus (zum Vergleich: Volksbefragung zu Hauptplatz Neu und Tiefgarage 39 Prozent). "Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir uns in einer schwierigen Phase befinden und viele Menschen Sorgen haben. Hätten wir keinen Lockdown, wäre die Wahlbeteiligung sicher höher gewesen. Aber wir haben auch zu respektieren, dass jene, die teilgenommen haben, sich deutlich entschieden haben", sagt der Bürgermeister.

Zur Erinnerung: Die große Variante umfasst zusätzlich zwei flexible Nutzungszonen. Zum einen entsteht eine kleinere permanente
Freifläche für verschiedene Bespielungen, zum anderen ein
Baumraster, unter dem rund 55 Autos im Schatten abgestellt werden können. Bei Bedarf kann der Parkplatz temporär gesperrt und dadurch auch für einzelne Veranstaltungen genutzt werden. Der "Grüne Platz" hat auch den größten positiven Klima-Effekt. Die grobe Kostenschätzung beläuft sich auf 3,3 Millionen Euro.