Sonntag: Tulln stimmt über "Nibelungenplatz neu" ab

Am Sonntag findet die Volksbefragung statt. Ein unabhängiges Personenkomitee mobilisiert für die „große Variante“.

Erstellt am 30. November 2021 | 15:37
Lesezeit: 2 Min
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Sie stehen als unabhängiges Personen- komitee hinter der „großen Variante“ für den neuen Nibelungenplatz: Thomas Doppler, Flora Doppler, Ernest Gnan, Nadja Lamei, Josef Wolfbeißer, Josefine Wolfbeißer, Alfred Lauber, Harald Pilz und Matthias Zawichowski. Nicht im Bild: Markus Hartmann, Elisabeth Neubauer, Martin Schobert und Katharina Teufer. Foto: privat
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Man kann der Stadtgemeinde nicht vorwerfen, dass sie sich diese Sache zu einfach gemacht hat: Von der ersten Grundlagenerhebung über einen Bürgerbeteiligungsprozess bis zur Information in zwei Stadtforen und zwei Projektzeitungen, derart viel Aufwand wurde in Tulln noch nie für ein Projekt betrieben.

Aber die Neugestaltung des Nibelungenplatzes soll auf möglichst breiten Beinen stehen, daher gipfelt die Beteiligung am Sonntag, 5. Dezember, in einer Volksbefragung, bei der drei Varianten zur Auswahl stehen (siehe Video direkt unten sowie Infos ganz unten).

Abgesehen von den im Gemeinderat vertretenen Parteien und Listen, die sich zum Teil über Aussendungen klar positionierten, trat in der letzten Woche auch noch ein unabhängiges Personenkomitee auf den Plan. „Statt halben Sachen: Unseren Nibelungenplatz ganz richtig machen“ lautet das Motto dieser Tullnerinnen und Tullner. „Wir wollen erstens, dass möglichst viele zur Volksbefragung hingehen und zweitens, dass mehrheitlich für die große Variante gestimmt wird“, erklärt Matthias Zawichowski.

In einer Aussendung führt das Komitee ein naheliegendes Beispiel an: „Viele beneiden uns um den Hauptplatz, der einst trotz Widerständen mit vollem Elan umgesetzt wurde. Und am Nibelungenplatz sollte jetzt auch gelten: Wenn wir etwas machen, dann machen wir es ordentlich.“

Auch zur vielzitierten Sorge um die (Dauer-)Parkplätze, die durch die Neugestaltung verloren gehen, findet das Komitee klare Worte: „Alles was unsere Stadt attraktiver macht, hilft auch dem Innenstadthandel.“ Dessen Schicksal hänge nicht mehr von Parkplätzen ab, vielmehr gelte es gegen den Onlinehandel zu bestehen und dazu brauche es ein attraktives Ambiente vor Ort.

Auch die Jugend kommt zu Wort, so meint Flora Doppler (18): „Klimaschutz ist ein großes Thema und mit der Entsiegelung dieses Platzes können wir genau jetzt etwas tun.“ Thomas Doppler erinnert an Erfolgsbeispiele von Verkehrsberuhigung, wie Kärntner Straße/Graben und Mariahilfer Straße in Wien oder Landstraße in Krems: „Die von Autofahrern befürchteten Katastrophen sind nirgendwo eingetreten.“