Muckendorfer bringt Coronavirus nun auch am Computer. Web-Galerie von Muckendorfer Fotograf sammelt Kunstwerke zum Thema Covid-19.

Von Monika Gutscher. Erstellt am 13. Mai 2020 (14:47)

Das Corona-Virus ist in der Kunst angekommen: Der Muckendorfer Fotograf Markus Hofstätter initiierte eine Internet-Plattform, auf der Künstler ihre Werke zum Thema Corona-Virus ausstellen. Die Gallerie nennt sich „United Art Gallery“ (https://unitedart.gallery). Dort zeigen Künstler aus aller Welt, mittlerweile sind schon wirklich viele Länder vertreten, dass sie auch in dieser Zeit kreativ sind und präsentieren ihre Arbeiten zum Thema Coronavirus.

„Und das Schöne daran ist, dass die Galerie nicht nur auf Fotografie beschränkt ist“, freut sich Markus Hofstätter über das außergewöhnlich große Feedback nach kurzer Zeit, „Gemälde, Tattoos, analoge und digitale sowie mittlerweile auch schon zwei Handyfotos haben es in die Galerie geschafft.“

Es sind sehr viele Geschichten hinter den Fotos. „Vieles mit Gänsehautgarantie, manchmal sehr traurig, aber am Ende haben sich alle durch die Kunst wieder aufgerafft“, sagt der Fotograf, der auch mit einem Kollodium-Nassplattenfoto und einer -Animation vertreten ist. Bewegend ist auch etwa das Video-Interview mit der Malerin Nayana LaFond aus Massachusetts (USA), die aufgrund ihres Knochenkrebses seit Jahren in Quarantäne lebt. „Beim Interview sind mir manchmal fast die Tränen gekommen, als wir über manche Arbeiten gesprochen haben“, schildert Markus Hofstätter.

Die Webseite „United Art Gallery“ ist eine Spende von Hofstätter an alle Künstler in der Welt. So kann gemeinsam gezeigt werden, dass man auch in schwierigen Zeiten kreativ sein kann. Die Galerie wurde nicht auf soziale Medien ausgelagert, denn eine Ausstellung solle man sich in Ruhe, ohne Werbung oder Kommentare, anschauen. So kann man die Kunst einfach genießen.