Bezirk Tulln: Schulen adaptieren neue Maßnahmen. Endlich wieder Schule, heißt es am 18. Mai für viele Kinder. Die Schüler dürfen dann wieder in den Klassen Platz nehmen.

Von Thomas Peischl und Monika Gutscher. Erstellt am 28. April 2020 (13:09)
Schulwart Erwin Weese bereitet die Wiederöffnung des BG/BRG Tulln vor. Die große Eingangsfront mit vielen Türen und Notausgängen ermöglicht einfaches Betreten der Schule ohne zu enge soziale Kontakte.
Stritzl

Ab 18. Mai werden die Unter-15-Jährigen wieder die Schulbank drücken. Die NÖN fragte exemplarisch in den Volksschulen Tulbing und Königstetten sowie in der größten Schule des Bezirks, im BG/BRG Tulln, nach, wie man sich dort auf den Wiedereinstieg vorbereitet.

Tulbings Vizebürgermeisterin Anna Haider erklärte hierzu, dass es kein Platzproblem geben werde, da die neue Volksschule über viele Räume, die nun zusätzlich genutzt werden könnten, verfügt. Allerdings könnte die Organisation des Lehrpersonals die Gemeinde vor eine große Herausforderung stellen.

Auch in der Königstettner Volksschule gibt es kein Platzproblem. „Die Schüler werden in zwei Gruppen eingeteilt, wie genau alles erfolgen wird, darüber werde ich noch bei der Koordinationsbesprechung am Donnerstag informiert“, sagt Direktorin Elfriede Beer. Neben dem Schulgarten steht auch der Sportplatz den Schülern zur Verfügung, damit größtmöglicher Abstand zueinander gegeben ist. „Außerdem werden sowohl der Schulbeginn als auch die Pausen der einzelnen Klassen gestaffelt sein“, informiert Beer.

Auch im Freien ist nun Unterricht möglich

Im BG/BRG Tulln laufen die Vorbereitungen auf die schrittweise Schulöffnung auf Hochtouren. „Wir sind darum bemüht, die Reifeprüfung so zu realisieren, dass die Maturanten entsprechende Unterstützung erhalten, Leistungsnachweise erbringen können und zugleich alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden“, sagt Direktorin Irene Schlager, „parallel dazu sind jetzt Maßnahmen zur Einteilung des schichtweisen Unterrichts und zur Umsetzung der Hygienerichtlinien zu setzen.“ Das geschehe natürlich in Kooperation mit Direktor Wolfgang Derler und seinem Team von der ebenfalls im Bundesschulzentrum (BSZ) untergebrachten HLW Tulln.

Die Teilung der Klassen will die Direktorin im Gymnasium durch die von Minister Faßmann deklarierte „Verdünnung“ des Unterrichtsgeschehens erreichen. Diesbezüglich habe das BSZ einige Vorteile zu bieten. „Etwa die große Eingangsfront“, erklärt Schlager, „wenn alle Türen samt Notausgängen geöffnet werden und der Abstand gewahrt wird, können zu enge Sozialkontakte beim Eintreffen in die Schule vermieden werden.“ Im Eingangsbereich werden voraussichtlich Tische mit Desinfektionsmitteln aufgestellt sein, das Betreten des Gebäudes durch die Schüler wird beaufsichtigt, sodass alle vorgesehenen Hygienerichtlinien eingehalten werden.

„Außerdem ist unser Schulgebäude von vielfältig nutzbaren Freiraumflächen umgeben“, so die Direktorin weiter. Neben dem Sportplatz gibt es eine neue Freiraumklasse und einen großen Schulhof. „Also durchaus auch Möglichkeiten, den Unterricht ins Freie zu verlagern und damit die Infektionsgefahr deutlich zu minimieren“, sagt Schlager. Das regelmäßige oder durchgängige Lüften in den Klassen verstehe sich von selbst.

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