Bezirk Tulln: Für den Ernstfall geübt. Auf Worst Case bestens vorbereitet: Eine „katastrophale Unwetterfront“ war die Übungsannahme bei der Landeskatastrophenschutzübung im gesamten Bezirk, bei der sich 900 Einsatzkräfte der Rettungsorganisationen auf Extremsituationen vorbereiteten.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 08. Oktober 2019 (09:47)

Die Vergangenheit zeigte, dass „die Rettungskette perfekt funktionierte“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, das „Miteinander ist wichtig und notwendig, das Teamwork steht heute auf einer Bewährungsprobe.“ Man müsse sich noch auf größere Katastrophen vorbereiten und diese müssen organisationsübergreifend „geübt, beübt und analysiert werden“, erklärte die Landeshauptfrau.

Kompetenz und Know-how sowie ein perfektes Zusammenspiel der Sicherheitsfamilie können im Ernstfall Leben retten. „Dazu sollte man aber alle ins Boot holen“, ist sich Mikl-Leitner sicher. So wird es für die Bürgermeister im Frühjahr 2020 einen Grundkurs im Katastrophenschutz geben. „Denn sie sind die ersten Anlaufstelle vor Ort.“

Bei simulierten Katastrophen wie Waldbrand, Hauseinsturz, drohender Dammbruch, Stromausfall, Gefahrengut- und Schiffsunfall wurde das Zusammenspiel geübt.

„Was passieren wird, wird noch wesentlicher dramatischer, Extremwettersituationen vorzubereiten ist das Gebot der Stunde“, so Michael Staudinger, Direktor der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.

Rund 40 Spezialisten bereiteten acht Monate diese Übung vor. Mikl-Leitner: „Möge nichts passieren, aber wir wollen uns auf den Ernstfall vorbereiten.“