Alte Mühlen Waidhofens gezeigt

Erstellt am 20. Juli 2011 | 00:00
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Web-Artikel 24
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MUSEUMSAUSSTELLUNG / Die Thaya ist Thema der Ausstellung des Stadtmuseums. Dabei wird historisch sehr vielseitig auf den Fluss und seine Bedeutung eingegangen.

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VON RENÉ DENK

WAIDHOFEN / Die Ausstellung Waidhofen - Stadt am Fluss wurde am 15. Juli im Stadtmuseum eröffnet.

Museumsvereins-Obmann Martin Bogg stellte in seiner Begrüßung die Wichtigkeit des Thaya-Flusses für die Stadt und die Region dar. Dabei betonte er, dass die Thaya im Stadtnamen Waidhofens fix verankert sei und nannte wenige, aber interessante geschichtliche Daten, wie die Erwähnung der ersten öffentlichen Badestube an der Thaya im Stadtbuch im Jahre 1452.

Kulturstadtrat Johann Kargl betonte, dass diese Ausstellung die fünfte von insgesamt sechs Veranstaltungen zum Thema Thaya sei. Sie ist der bedeutendste - weil einzige - Fluss der Region, so Kargl. Das ginge auch daher hervor, dass die Thaya auch in den Stadt- und Ortsnamen von Raabs und Karlstein vorkomme.

Die Thaya solle man wieder bewusster erleben, denn man merke immer erst, was man hätte, wenn es dann fehle. Der Fluss würde auch heute noch in das Leben der Menschen maßgeblich einfließen, etwa in Form der Hochwasserkatastrophe.

Weiters sagte der Kulturstadtrat, dass er die europäische Wasserrichtlinie mit sehr kritischen Augen betrachte. Sie besagt, dass man Wehren ohne Fischaufstiegshilfe rückbauen soll, damit die Fische theoretisch bis zum Ursprung des Flusses zurückschwimmen können. Damit wurde sich das Bild der Landschaft und der Region rund um die Thaya maßgeblich ändern, er befürchtet auch Verklausungen.

Bei der Ausstellung sieht man historische und aktuelle Fotos von Mühlen, wie der Lärnsackmüll, der Pruckmüll, der Appelmüll oder der Stoyßmüll. Weiters gibt sie Aufschluss darauf, welche Fischarten in der Thaya vertreten sind und wie das Stadtbild früher von der Thaya geprägt war. Viele weitere Aspekte, die die Stadt mit der Thaya verbinden, werden in historischen Gegenständen skizzenhaft dargestellt.

Die Ausstellung ist bis einschließlich 18. September zu den Öffnungszeiten des Stadtmuseums zu sehen.