Erster freier Blick auf Fassade in Gastern. Gerüst bei Feuerwehrgaragen wurde kürzlich entfernt, Innenausbau der Wohnungen ist im Gange.

Von Michael Schwab. Erstellt am 14. Mai 2021 (04:40)

Planmäßig schreiten die Arbeiten am Amtshaus in Gastern voran. Im Zuge der im Jahr 2019 gestarteten Generalsanierung wurde das Gebäude aufgestockt, um zwölf Wohnungen schaffen zu können und mittels Lift auch den barrierefreien Zugang zum Gemeindeamt herstellen zu können.

Während sich die Außenarbeiten allmählich dem Abschluss nähern – als sichtbares Zeichen dafür wurde etwa kürzlich das Gerüst bei den Feuerwehrgaragen entfernt – laufen die Innenausbau-Arbeiten auf Hochtouren. „Wir stecken mitten in der Ausbauphase, es werden gerade die Fußböden verlegt, und auch die Fliesenlegerarbeiten sind im Gange“, fasst Bürgermeister Roland Datler beim Baustellenrundgang mit der NÖN zusammen.

Aufzug ist eingebaut, aber noch nicht in Betrieb

Auch Trittschallmessungen wurden bereits durchgeführt – ein bei Sanierungen stets wichtiger Punkt, um in den neuen Wohnungen auch die heute geltenden Anforderungen an den Schallschutz erfüllen zu können. Ebenso steht der Turm des Amtshauses, der eine Loft-Wohnung beherbergen wird, vor der Fertigstellung. Der Aufzug für den barrierefreien Zugang ist ebenfalls schon eingebaut, aber noch außer Betrieb, damit er nicht für Materialtransporte „missbraucht“ wird: „Das wird das Letzte sein, was wir in Betrieb nehmen“, merkt Datler an.

Während in den neuen Wohnungen die Haustechnik installiert wird und die Räume sich mehr und mehr der Fertigstellung nähern, ist die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Siedlungsgenossenschaft „Waldviertel“ (WAV) gerade damit beschäftigt, die Unterlagen für die professionelle Bewerbung der Wohnungen zu erstellen.

„Unser Ziel ist, diese Unterlagen bis zum Sommer fertig zu haben. Der Einzug wird im ersten Halbjahr 2022 realistisch werden“, blickt Datler in die Zukunft. Im Sommer könne man dann auch über die Mietkosten sprechen – hier laufen gerade die abschließenden Kalkulationen. Von größeren Lieferschwierigkeiten, wie sie auf anderen Baustellen herrschen, blieb man in Gastern bisher weitgehend verschont. „Die Firmen arbeiten sehr diszipliniert und stimmen sich untereinander gut ab. Und aus der Bevölkerung kommen erste positive Rückmeldungen über die neue Fassade“, ist Datler zufrieden.

Am Gemeindeamt selbst ändert sich mit Ausnahme des entstehenden barrierefreien Zugangs wenig, außer dass ein Besprechungsraum für kleinere Gruppen durch den Turmausbau hinzukommt. Läuft alles weiter nach Plan wird das Projekt 2022 mit der Umfeldgestaltung und der Erledigung diverser Restarbeiten abgeschlossen sein.