Adventmärkte: Punsch & Co. haben Hochsaison. Traditionell stimmen die Ad ventmärkte auf Weihnachten ein. Veranstalter wollen, dass sich in den Orten etwas tut.

Von Karin Pollak. Erstellt am 20. November 2019 (03:37)
Karin Pollak

Zum Advent gehören traditionell auch die Adventmärkte, die vielerorts Kulinarisches und Handwerkskunst bieten und einen Hauch von Weihnachten verströmen. In allen Gemeinden im Bezirk Waidhofen gibt es diese beliebten Veranstaltungen, die teilweise eine lange Tradition haben. Wie geht es den Organisatoren dabei? Das hinterfragte die NÖN.

Der allgemeine Tenor bei den befragten Organisatoren ist durchaus positiv: Sowohl Adventmarktbesucher als auch -aussteller fühlen sich auf den Märkten wohl, genießen die Atmosphäre und beleben damit die Orte.

Das will man auch wieder in Vitis tun. Nach fast 20 Jahre findet am kommenden Wochenende (23. und 24. November) wieder ein Adventmarkt statt, als Hauptorganisator fungiert Walter Zottl. Gemeindesaal und -hof, der Kassenvorplatz, der Pfarrhof und das Pfarrheim, das Gewölbe sowie der Gasthof „Zu den drei Kronen“ bieten dazu die Kulisse. Auch die NÖN ist mit einem Stand beim Kriegerdenkmal vertreten (siehe Seite 20)

Bereits zum fünften Mal gibt es den Adventmarkt in Waidhofen, traditionell immer am letzten Adventwochenende. Für die Organisation sorgt hier Alex Hunger, Unterstützung bekommt er dabei von Ulrike Ramharter. „Wir haben Aussteller, die von Anfang an dabei sind, es stoßen aber auch immer wieder neue dazu“, so Ramharter. Dabei werde darauf geachtet, dass das Angebot breitgefächert ist, nicht zuviel an Essen und Trinken geboten und die Preise dafür zwischen den Ausstellern ausgeglichen werden.

Mit einer Schauschmiede, dem Klöppeln und dem Ponyreiten für Kinder wird das Angebot abgerundet. „Bei unserem Adventmarkt kann man sich so richtig auf Weihnachten einstimmen und dieses Flair mit nach Hause nehmen. Lange braucht man ja nicht mehr auf Weihnachten warten“, so Ramharter. Für den Verein „Pro Waidhofen“, der als Veranstalter die Hütten zur Verfügung stellt, bleiben kaum Einnahmen übrig – die Standgebühr beträgt 75 Euro. Feuerbeschau, Bescheide, Werbung, AKM usw. müssen bezahlt werden. „Uns ist wichtig, dass sich in Waidhofen etwas tut, vor allem für die Bürger.“

Kleiner Markt mit viel Programm und Angebot

Diesen Beweggrund kann auch Christa Stürmer vom Dorferneuerungsverein Waldkirchen unterstreichen. Sie organisiert seit 2012 den Adventmarkt in Waldkirchen mit 40 Ausstellern und einer doch längeren Warteliste. „Für das Essen und Trinken sorgen bei uns die Feuerwehren und der Fischereiverein,“ so Stürmer, die sich auf den 14. und 15. Dezember schon freut. Beim heurigen Adventmarkt gibt es wieder das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern im kleinen Gasthaus im Gemeindezentrum.

„Das gab es im Vorjahr erstmals, das Interesse war gut, daher singen wir auch heuer wieder mit Gitarrenbegleitung. Noten und Texte liegen auf“, verrät die Organisatorin, die sich seit der zweiten Septemberwoche mit dem Adventmarkt beschäftigt. „Alles, was man für Weihnachten braucht, gibt es bei uns, und das ganz frisch und zum Aussuchen: Christbaum, Karpfen, Enten usw.“, so Stürmer, die mit den Vorstandsmitgliedern eifrig andere Adventmärkte besucht, um für „ihren“ Werbung zu machen. „Der Aufwand lohnt sich, Dank ist das schönste Lob und den gibt es sowohl von den Besuchern als auch von den Ausstellern.“

Ein beliebter Adventmarkt ist auch jener im Schloss von Groß Siegharts. Seit 2015 organisiert Bgm. Gerald Matzinger über das Kulturreferat diesen Markt, der am 7. und 8. Dezember über die Bühne geht. „Heuer weiten wir unser Areal auf die ehemalige Forstpension aus. Am Brandlkramer-Schlossplatz ist Kunsthandwerk zu bewundern“, verrät der Organisator. Eine Premiere gibt es auch für Karpfenverkauf.

Der Routinier hat alles im Griff. „,Nach dem Adventmarkt‘ ist bekanntlich wieder ,vor dem Adventmarkt‘“.

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