Erstellt am 08. März 2018, 05:03

von Thomas Weikertschläger

Lob für Innovationen. Arbeiterkammerpräsident Wolfgang Wieser überzeugte sich bei Visite im Bezirk von Qualität heimischer Betriebe.

Beim Besuch in der Firma Koller in Vitis: Pro Ge-Regionalsekretär Erich Macho, AK-Bezirksstellenleiter Christian Hemerka, ÖGB-Regionalsekretär Reinhold Schneider, Kammerrätin Michaela Schön, AK-Präsident Markus Wieser, Werksleiter Gerald Fuchs, Kammerrat Andreas Hitz.   |  Weikertschläger

Im Rahmen der „Regionaltour Kompakt“ der Arbeiterkammer Niederösterreich besuchte AK-Präsident und ÖGB-NÖ-Vorsitzenden Markus Wieser den Bezirk Waidhofen.

Durch die persönlichen Kontakte könne die Arbeiterkammer ihr Service- und Beratungsangebot punktgenau darauf abstimmen, was die Beschäftigten bewegt, meinte Wieser bei der Tour.

Los ging es für den Präsidenten im Autohaus Wais in Waidhofen. Wieser stellte dem familiär geführten Betrieb nach dem Besuch ein tolles Zeugnis aus. „Man merkt, dass hier einfach alles passt“, meinte er.

Danach ging es zum Whirlpool-Hersteller Rudolf Koller GmbH nach Vitis. Bei diesem Unternehmen, das seit knapp 35 Jahren besteht, arbeiten derzeit insgesamt 250 Mitarbeiter, davon knapp 50 in Vitis, 140 in Tschechien und die übrigen in Malta, England, Russland oder Spanien. In den vergangenen Jahren setzt Werksleiter Gerhard Fuchs auch auf die Ausbildung von Lehrlingen: „Der Betrieb muss ja eine Zukunft haben. Nur wenn wir beim Nachwuchs ansetzen, ist diese Zukunft gesichert“, meinte Fuchs.

Derzeit werden zwei Lehrlinge in Vitis ausgebildet. Lob gab es von Wieser für die Innovationsfähigkeit des Betriebs, um sich gegen Billigkonkurrenz (etwa aus China) zu behaupten. So arbeitet Koller derzeit an der Entwicklung eines Whirlpools, der abgestorbene Hautzellen behandelt oder an innovativen Infrarot-Paneelen. Die Entwicklung der Produkte erfolgt dabei zu 100 Prozent in Vitis, auch die Produktion der einzelnen Komponenten wird fast ausschließlich im eigenen Haus abgewickelt. „Dadurch sind wir flexibler und nicht auf Zulieferer angewiesen. Außerdem können wir unsere Produkte individueller gestalten“, meinte Fuchs.

Punkten konnte der Betriebselektriker Wieser mit seinem Fachwissen, das ihm gleich ein – nicht ganz ernst gemeintes – Jobangebot einbrachte.