Advent 2021: Besinnliche Zeit

Der Advent im Bezirk Waidhofen/Thaya lief wie im Vorjahr zu Hause an – vielleicht gar nicht verkehrt.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 04:25
Lesezeit: 2 Min
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Laura Ozlberger zelebriert den Advent mit vielen selbst gebastelten Dekorationen. „Wichtig ist, dass man den Advent zu sich nach Hause holt, wenn man ihn schon nicht draußen einfangen kann.“
Foto: privat

Der Advent 2021 hätte so schön werden können. Wie im Vorjahr mischt sich Corona aber auch heuer wieder ein. Die NÖN hat nachgefragt, wie trotz Lockdown ein besinnlicher Advent gefeiert werden kann.

„Man kann sich jetzt vielleicht mehr auf die wahren Werte und die Familie besinnen“, meint die Waidhofner Sängerin und Gemeinderätin Laura Ozlberger. Etwas würde der Lockdown die Weihnachtsstimmung natürlich schon trüben, doch das sei kein Grund zu verzagen. „Wichtig ist, dass man den Advent zu sich nach Hause holt, wenn man ihn schon nicht draußen einfangen kann“, meint sie.

So verwendet Ozlberger heuer mehr Zeit für die Dekoration der eigenen vier Wände. „Früher habe ich das gar nicht so gemacht. Jetzt versuche ich aber in meiner Wohnung kreativer zu werden.“ Der Adventschmuck und sogar ein Adventskalender werden selbst gebastelt. Auch Spaziergänge mit der Familie gehören für sie dazu. „Gerade wenn es so wie jetzt schneit, kann man damit die Weihnachtsstimmung einfangen“, meint sie.

Die Familie sei natürlich das Wichtigste in der Adventzeit. „Wenn man nicht nach draußen kann, verbringt man sowieso automatisch mehr Zeit mit den Liebsten. Wir spielen auch gerne Brettspiele und genießen einfach die gemeinsame Zeit.“

Schöne Zeit trotz Verzicht auf Traditionen

Auch für Andy Marek ist die Adventzeit heuer etwas anders. „Es ist sehr schade, dass wir in der Adventzeit einen Lockdown haben und so auf viele traditionelle Dinge verzichten müssen“, schildert er. „Obwohl ich sagen muss, dass das erste Adventwochenende bei uns zu Hause sehr besinnlich und schön war. Meine Frau hat die ersten Kekse gebacken und ich habe Weihnachtslieder für meine Weihnachts-Show ausgewählt. Zu einer besonderen Stimmung hat auch der doch große Schneefall beigetragen.“

Die kommenden Tage stehen dabei bei ihm ganz im Zeichen der Vorbereitung für die Andy Marek Weihnachtsshow, die heuer ohne Publikum stattfinden wird. Zu sehen sein wird die Show am 18. Dezember um 20 Uhr auf www.noen.at. Auch im Fernsehen wird die Show danach noch auf Schau TV und Puls 4 laufen.

Beim ehemaligen Rot-Kreuz-Kommandanten Josef Zimmermann konnte bisher noch nicht so recht Advent-stimmung aufkommen. „Es ist schon schwierig, in diesen zwangsberuhigten Zeiten weihnachtliche Gedanken oder Aktivitäten zu fassen“, meint er. „Der Kontakt mit Freunden und Verwandten geht natürlich sehr ab. Auch der Nikolausbesuch für mein Enkerl muss heuer ausfallen“, erzählt Zimmermann.

Positiv sei dagegen, dass jetzt weniger Verkehr herrsche und der Advent tatsächlich mal ruhig ist.

„Wir versuchen halt jetzt für die Zeit nach dem 12. Dezember zu planen und Weihnachtsgeschenke zu finden. Sollte der Lockdown wirklich aufgehoben werden, muss alles recht schnell gehen. Die letzten Wochen vor Weihnachten könnten generell ziemlich hektisch werden.“

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