Zufrieden mit erstem Öffnungstag nach dem Lockdown. Ab Montag haben Handel und körpernahe Dienstleister wieder geöffnet. Betriebe durchgehend zufrieden mit erstem Tag.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 04. Mai 2021 (13:44)
Irene Schimmel versorgte Marleen und Henrik Madlberger mit neuen Schuhen.
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Handel und körpernahe Dienstleister sind seit Montag wieder unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen für den Kundenverkehr geöffnet. Die NÖN hat sich umgehört, wie der erste Öffnungstag verlaufen ist.

Schuhmode Schimmel zufrieden mit Stammkunden. „Wir waren sehr zufrieden mit dem ersten Öffnungstag. Es waren laufend Kunden im Geschäft. Die Stammkunden haben schon gewartet und sich gefreut, dass wieder offen ist“, berichtet Irene Schimmel. „Man hat den Bedarf gemerkt, manche haben sich gleich mit mehreren Sachen eingedeckt. Im Lockdown gab es wieder Click & Collect, was auch gut angenommen wurde. Die Kunden freuen sich, wenn man auch im Lockdown bei Bedarf für sie da ist. Dadurch entsteht auch eine enge Kundenbindung. Aufholen kann man die Zeiten der Lockdowns nicht, von den letzten 18 Wochen waren zehn Wochen geschlossen.“

Franz Hörndl von Elektro Hörmann verkaufte einen Kühlschrank an Verena und Harald Koppensteiner .
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Erfolgreicher Tag bei Expert Hörmann. Auch Gregor Hörmann blickte auf einen erfolgreichen Tag zurück: „Am Montag war das Geschäft sehr gut besucht. Von den Produkten war alles quer durch gefragt. Auch Click & Collect wurde in der Zwischenzeit von den Kunden gut genutzt, das Geschäft war eigentlich immer besetzt, um Waren abholen zu können.“

Rudolf Deimel holte sich fachmännische Beratung von Rudolf Stoitzner bei Let’s Do it Roth.
Gerald Muthsam, Gerald Muthsam

Sehr guter Montag bei Let’s Do it Roth. Ähnlich sah es bei Let’s Do it Roth aus. „Wir wurden nicht überrannt, da wir personalmäßig gut vorbereitet waren“, berichtet Inhaber Gerhard Adamowitsch. „Es war aber insgesamt schon ein ausgezeichneter Montag, wir hatten den knapp dreifachen Umsatz eines normalen Montags. Man hat schon gemerkt, dass die Wochen zuvor gefehlt haben, es waren auch alle Produktgruppen gleich gefragt. Wir hatten davor auch Click & Collect, aber auch Call & Collect. Behörden, Gewerbe und Industrie war auch im Lockdown der Zutritt gestattet. Trotz der Lockdowns liegen wir heuer umsatzmäßig bis jetzt sogar leicht vor dem vergangenen Jahr. Die Leute waren heuer in der Zeit aktiver. Da es bisher relativ kalt war, hat sich die Gartensaison auch etwas verzögert.“

Claudia Lachmann und Birgit Tüchler vom Blumengeschäft Suchan sind schon auf den Muttertag vorbereitet.
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Blumengeschäft Suchan hofft auf Muttertag. Nicht ganz zufrieden zeigte man sich im Blumengeschäft Suchan. „Es war schon einiges los, aber der erwartete ganz große Andrang ist leider noch ausgeblieben“, erzählt Mitarbeiterin Birgit Tüchler. „Wir glauben aber, dass der bevorstehende Muttertag das Geschäft beleben wird. Wir sind auf jeden Fall gut vorbereitet, optimistisch und motiviert. Das ist der Tag, auf den wir das ganze Jahr hinarbeiten.“

Starker Vormittag bei Mode geschäft Ramharter. „Es war ganz gut heute, vor allem der Vormittag war stark“, schildern die Mitarbeiterinnen des Modegeschäftes Ramharter. „Wir hatten Click & Collect, doch das war nicht so gefragt wie im Lockdown voriges Jahr, denn es gab keine Perspektive, ob eine Hochzeit oder ein sonstiger Anlass kommen kann. Jetzt merkt man, dass wieder Erstkommunionen oder Firmungen kommen, da kleidet man sich auch entsprechend ein.“ Die verlorene Zeit im Frühjahr könne wahrscheinlich nicht mehr nachgeholt werden. „Da müssten schon viele Veranstaltungen wieder zugelassen werden. Wir wären froh, wenn wir wieder einen normalen Sommer hätten. Wenn die Gastronomie und die Theater offen haben, haben die Leute auch wieder mehr Lust, sich neu einzukleiden“, meint Inhaberin Ulrike Ramharter.

Bernadette Fraberger hat für die Öffnung extra neue Ware besorgt. Stammkundin Christiane Bruckner hat es gefreut.
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Gut gelaufen bei Boutique Bernadette. „Ich bin so froh, dass wir wieder offen haben“, ist Bernadette Fraberger von der Boutique Bernadette froh. „Heute ist es gut gelaufen, ich habe am Freitag noch Ware geholt, damit es wieder etwas Neues gibt. Ich habe auch FFP2-Masken in allen Farben, damit sie zum Outfit passen. Im Lockdown gab es auch Click & Collect, und das ist gut angenommen worden. Ich bin auch zuversichtlich, dass ich die verlorene Zeit noch aufholen kann mit der Frühjahrs mode.“

Viel Frequenz bei Firma Appel. „Es war merklich viel Frequenz heute“, berichtet Helmut Hörmann von der Firma Appel. „Wobei bei uns der Gewerbebereich vom Lockdown nicht betroffen war, sondern nur der Elektrohandel. Und hier haben wir schon das Vakuum gespürt, dass sich in den letzten Wochen gebildet hat.“

Kundenstrom über ganzen Tag verteilt. Von einem großen Ansturm im Thayapark berichtet Centermanagerin Silke Kahl: „Besonders gefragt waren Kinder- und Schuhmode sowie Bastelbedarf. Der Kundenstrom war über den ganzen Tag verteilt, sodass es nur vereinzelt zu Wartezeiten in und vor den Geschäften gekommen ist. Die Leute waren großteils diszipliniert und genossen den ersten Shoppingtag bei schönem Wetter.“

Auch bei den Friseur-Studios zeigte man sich froh über die Öffnung.

Karin Jöch gönnte sich einen Friseurbesuch bei Ulla Schulz. Bedient wurde sie von Patrizia Graf.
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Friseur Schulz gut gebucht. „Der Friseurbesuch war für viele Leute schon überfällig. Die Damen wollen sich auch für den Muttertag vorbereiten“, erzählt Ulla Schulz. „Für die meisten Menschen ist das Testen vorher normal. Vereinzelt gibt es welche, die auf einen Friseurbesuch verzichten, weil sie sich nicht testen lassen wollen. Manche glauben, wenn sie geimpft sind, müssen sie nicht testen, aber der grüne Pass kommt erst.“

Daniela Schober hatte bei Friseur & Wellnessoase Silvia einen sehr stressigen ersten Tag.
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Stressiger Tag bei Friseur & Wellnessoase Silvia. Bei Friseur & Wellnessoase Silvia war der Montag ein sehr stressiger erster Tag, auch der Rest der Woche ist schon gut gebucht. Schon in der vergangenen Woche wurden Termine vereinbart.

Robert Schmid wartete schon sehnsüchtig auf einen Haarschnitt von Margot Litschauer.
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Friseurin Margot Litschauer ganz ausgebucht. Friseurin Margot Litschauer aus Dobersberg war schon in der Vorwoche für die erste Öffnungswoche ausgebucht. „Die Termine mussten ja immer wieder verschoben werden, weil der Lockdown immer wieder verlängert wurde“, erzählt die Friseurin. „Diese Leute sind natürlich zuerst verständigt worden, aber es hat zum Glück auch oft das Telefon geläutet. Die Kunden freuen sich, und ich kann endlich wieder etwas Sinnvolles tun.“

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