Bürgerservice im Zentrum

VITIS / Mit einem Tag der offenen Tür wurde das neue Gemeindeamt am Freitag der Vorwoche eröffnet.

Für das neue Gemeindeamt wurden die durch den Auszug der Post frei gewordenen Räumlichkeiten im Gemeindehaus am Hauptplatz einer neuen Nutzung zugeführt. Bürgermeisterin Anette Töpfl konnte zur Eröffnung des Amtes zahlreiche Besucher willkommen heißen. Sie betonte, dass für den Umbau so weit wie möglich Betriebe aus der Region herangezogen wurden.
„Das Gemeindeamt ist ein Zentrum, ein Ort, an dem wichtige Entscheidungen fallen, daher haben wir im Vorjahr den Umbau beschlossen“, erklärte die Bürgermeisterin. „Die Gemeinde muss sich gut darstellen, transparent und offen, Funktionalität war uns wichtig“, erklärte Töpfl den Umbau. Wenn man nun das Amt betritt, steht eine Stelle für das Bürgerservice im Mittelpunkt. „Unser neues Gemeindeamt ist ein Symbol, dass Vitis sich den Herausforderungen der neuen Zeit stellt und für die Zukunft gerüstet ist“, schloss Töpfl.
„Unglaublich dynamische Gemeinde“
Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller bezeichnete Vitis als „unglaublich dynamische Gemeinde“, als einzige Gemeinde des Bezirks, in der es ständigen Bevölkerungszuwachs gäbe.
Architekt Rudolf Schwingenschlögel erklärte den Umbau, die Vorgabe sei gewesen, mit den ehemaligen Räumlichkeiten der Post ohne Zubau auszukommen. Rund um das Bürgerservice seien die anderen Büros gegliedert, dadurch könne man ein Miteinander der Bediensteten ermöglichen und für die Bürger kurze Wege schaffen. Von der Nordseite ist das Gemeindeamt auch barrierefrei erreichbar. In das Farbkonzept im Amt und an der Außenfassade seien die Farben des Gemeindewappens einbezogen worden. Trotz zusätzlicher Arbeiten sei es gelungen, den Kostenrahmen zu unterschreiten, erklärte der Architekt.
Bundesratsabgeordneter Eduard Köck betonte, dass das frühere Gemeindeamt für eine Gemeinde wie Vitis „sehr spartanisch“ gewesen sei. „Es gibt kleinere oder gleich große Gemeinden, wo es repräsentativer und teurer ist“, stellte Köck fest. Gemeindezusammenlegungen erteilte er eine Absage, „die hat es bei uns schon um 1970 gegeben“. Weiters ging Köck auf die Schulden-Debatte ein und meinte: „Die Gemeinden wirtschaften am Nachhaltigsten. In kleinen Einheiten sind die Verwaltungskosten pro Kopf am niedrigsten, das wollen wir erhalten“, schloss Köck.
Abschließend wurde das Amt von Dechant Alfred Winkler gesegnet, für die musikalische Umrahmung sorgte ein Bläserquartett des Musikverein Vitis.