Inzidenz im Bezirk Waidhofen unter 50 gesunken. Hotspot Raabs hat sich beruhigt, Bezirkshauptmann rät, trotz sinkender Zahlen weiter testen zu gehen. Raabser Bad wird im Mai noch nicht öffnen.

Von Michael Schwab. Erstellt am 04. Mai 2021 (13:13)
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Die Corona-Situation im Bezirk Waidhofen beruhigt sich weiter: Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz sank im Vergleich zum Montag der Vorwoche von 85,7 auf 46,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. In absoluten Zahlen bedeutet dies zwölf neue Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen.

Mit Stand Dienstagvormittag waren im Bezirk Waidhofen 19 Personen aktiv an Corona erkrankt (Vorwoche: 38), 45 befanden sich in Quarantäne (Vorwoche: 85).

Bezirkshauptmann Günter Stöger appelliert an die Bevölkerung, trotz der gesunkenen Zahlen weiterhin regelmäßig testen zu gehen: „Wir haben den Eindruck, dass in den vergangenen zwei Wochen die Teststraßen weniger besucht wurden. Corona ist aber noch nicht vorbei, es wäre sinnvoll, auch jetzt noch weiter testen zu gehen, damit wir nicht noch einmal eine große Welle erleben“, mahnt Stöger.

Er hofft, dass spätestens mit den Öffnungsschritten am 19. Mai die Testmoral wieder steigt, da man dann für viele der geöffneten Einrichtungen einen Test brauchen wird.

Raabs: Nur noch fünf aktive Fälle. Auch im einstigen Hotspot Raabs hat sich die Lage wieder beruhigt. Lediglich fünf aktive Corona-Fälle gab es am Montag noch – am Höhepunkt wurde die 30er-Marke überschritten.

„Über das Wochenende kamen keine neuen Fälle hinzu, und im Gegenzug wurden einige Infizierte wieder gesund. Wir sind jetzt wieder deutlich unter den kritischen Inzidenzwerten“, fasst Bürgermeister Rudolf Mayer (ÖVP) zusammen. Insgesamt wurden in Raabs seit Beginn der Aufzeichnungen 161 Corona-Infektionen nachweislich gezählt, eine derartige Häufung wie vor einigen Wochen hatte es jedoch bisher nie gegeben.

Mayer hofft jetzt auf einen raschen Fortschritt der Impfungen und eine hohe Impfquote, um allmählich zur Normalität zurückkehren zu können.

Thayatal-Vitalbad sperrt am 19. Mai noch nicht auf. Mit den für 19. Mai geplanten Öffnungsschritten dürfte rein von der Gesetzeslage sogar das Thayatal-Vitalbad aufsperren – doch daraus wird vorerst nichts werden: „Mit den geltenden Regeln, die 20 Quadratmeter pro Person in Innenräumen vorsehen, ist eine Öffnung aus wirtschaftlicher Sicht unsinnig. Wir haben das durchgerechnet, die Regel würde bedeuten, dass in eine Sauna nur zwei Personen gleichzeitig gehen dürfen. Für kleinere Bäder rechnet sich das nie und nimmer“, erteilt Mayer einer Bad-Öffnung zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine Absage.

Aufsperren ergäbe erst dann Sinn, wenn die Regeln soweit gelockert werden, dass es sich aus wirtschaftlicher Sicht lohne. Nur Aufsperrren um des Aufsperrens willens, und dann im Vergleich zur Schließung draufzuzahlen, ist nicht sinnvoll.

„Wir peilen eine Öffnung zum Sommer hin an, damit wir in den Sommerferien ein entsprechendes Angebot haben. Richtig durchstarten wollen wir dann im Herbst“, blickt Mayer in die Zukunft.