Alte Schule fand Käufer. Alte Schule in Reibers fand nach längerer Suche Käufer. Löschteich in Brunn muss saniert werden.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 04. Juni 2020 (07:19)
Ortsvorsteher und Gemeinderat Othmar Bauer und Bürgermeister Franz Traxler beim sanierungsbedürftigen Löschteich in Brunn bei Reibers.
Gerald Muthsam

Viel zu besprechen und zu beschließen gab es bei der ersten Gemeinderatssitzung nach der erzwungenen Coronapause.

Zu Beginn mussten noch die Gemeinderäte Norbert und Florian Kollenz angelobt werden, da sie bei der konstituierenden Sitzung verhindert waren.

Dringlichkeitsanträge auf nächste Vorstandssitzung verwiesen

Martin Langsteiner (FPÖ) brachte einen Dringlichkeitsantrag zur Sanierung des Löschteiches Hohenau und Daniel Strohmer einen zur Sanierung des Zauns des Löschteichs Großharmanns ein. Weiters brachten Martin Langsteiner und Kevin Krist (SPÖ) den Antrag ein, eine Resolution an die Bundesregierung zum finanziellen Ausgleich der Verluste der Gemeiden durch Corona zu richten. Alle Anträge wurden zur weiteren Behandlung an die nächste Sitzung des Gemeindevorstandes verwiesen.

Löschteich Brunn ist undicht

Eine dringende Sanierung benötigt der Löschteich in Brunn. Durch Undichtheit gibt es im Sommer mehr Ablauf als Zulauf. Zwar gibt es einen zweiten kleineren Teich im Ort, doch mit dem alleine ist die Löschwasserversorgung nicht gegeben. Die nächsten Teiche wären erst in den umliegenden Ortschaften und somit mindestens 1,5 Kilometer entfernt. Die Sanierung wird mit Unterstützung der Ortsbevölkerung durchgeführt, damit können die geschätzten Kosten von 78.000 Euro für die Erneuerung von drei Seitenwänden und der Grundplatte auf etwa die Hälfte gesenkt werden.

Dabei entfallen maximal 5.200 Euro für Planung an das Planungsbüro Franz Hofstätter, rund 29.000 Euro an die Baufirma Scheidl und für den Abbruch etwa 5.000 Euro an die Firma Litschauer.

Aufgabe für Jahrzehnte: Kanal in Burgrechtgraben

Auch der Kanal im Burgrechtgraben befindet sich seit längerem in einem schlechten Zustand und führt bei Hochwasser immer zu großen Problemen. Der Kanal führt vom Maurerteich bis unterhalb der Kirche und mündet beim alten Thayabad in die Thaya. Es dürften schon bei der Errichtung 1960/70 die Rohre beim Verschütten verschoben worden sein.

Ziviltechniker mit Beratung beauftragt

Seit 2006 gibt es Überlegungen, wie man dies am besten von technischer Seite saniert. Die Sanierung wird die Gemeinde vermutlich mehrere Jahrzehnte beschäftigen, muss aber dringend gemeinsam mit den zuständigen Behörden vom Land NÖ gestartet werden. Erstellt wird nun ein alternatives Konzept mit hydrologischen Untersuchungen des Einzugsgebiets, Feststellung der Geologie und des tatsächlichen Zustands des Kanals. Ein Auftrag für grundbautechnische Beratungsleistungen wurde an den Ziviltechniker für Bauingenieurwesen Michael Berger für 4.800 Euro vergeben.

Alte Schule endlich verkauft

Für die alte Schule in Reibers wurde schon seit längerem ein Käufer gesucht. Jetzt konnte ein Interessent gefunden werden. Für 45.000 Euro, plus Übernahme aller Abgaben und Gebühren im Zusammenhang mit dem Grundkauf, wurde das Objekt für eine private Nutzung an die Schloss Stare Hobzi Betriebsges.m.b.H. Linz, Jürgen Schuster verkauft.

Pächter für Freizeitanlage gesucht

Die bisherige Pächterin der Freizeitanlage und Sauna Dobersberg, Elfriede Lorenz, hat mit 30. April den Pachtvertrag gekündigt. Nun werden neue Pächter gesucht. Bisherige Interessenten seien aufgrund der herrschenden Situation noch unsicher. Darum sucht man heuer nach einem Notbetrieb, um nächstes Jahr die Anlagen wieder längerfristig vergeben zu können.

Neue Software für Gemeindeamt

Aufgrund von Veraltung der Hard- und Software wurde der Ankauf einer neuen EDV-Anlage für das Gemeindeamt bei „gemdat NÖ“ für rund 22.000 Euro beschlossen. Dies umfasst einen Server mit drei Arbeitsplätzen plus einer gemeindespezifischen Software.

Gemeinde untersützt Feuerwehrauto-Ankauf

Beim Ankauf eines neuen Feuerwehrautos des Typs HLF1 der Feuerwehr Reibers-Brunn beteiligt sich die Gemeinde bei Gesamtkosten von 118.000 Euro, das ist derselbe Förderbetrag bei vergleichbaren Fahrzeugen, die vorher angeschafft wurden.

Rechnungsabschluss: Schuldenstand der Gemeinde gesunken

Eine positive Bilanz brachte der Rechnungsabschluss 2019. Im Vorjahr konnten 125.000 Euro vom Ordentlichen Haushalt für Projekte in den Außerordentlichen Haushalt zugeführt werden und der Gesamtschuldenstand wurde um rund 240.000 Euro auf etwa 4,3 Millionen Euro gesenkt.

Sanierung. Für die Sanierung der Nebenflächen bei der Ortsdurchfahrt Reibers werden die Materialkosten in Höhen von 85.000 Euro von der Gemeinde übernommen.