Gespräch mit Martin Kößner: „Zeit für Familie“

Erstellt am 14. Januar 2022 | 04:52
Lesezeit: 3 Min
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Martin Kößner ist Bürgermeister von Dobersberg.
Foto: Schwab
Dobersberger Bürgermeister genoss in den Lockdowns Zeit mit der Familie. Für heuer hofft er, dass große Events möglich sind.

Nach dem sehr bewegten Jahr 2020 von Bürgermeister Martin Kößner – er übernahm im Juli das Amt nach dem überraschenden Rücktritt seines Vorgängers – verlief 2021 zwar nicht ruhig, aber in mittlerweile gewohnten Bahnen. Besonders freudig erlebte er den Sommer im Vorjahr. „Die Sehnsucht, etwas zu unternehmen und wieder unter die Leute zu kommen, war schon sehr groß“, erzählt der Bürgermeister. „Im Sommer kam es zum Glück wieder zu mehr Kontakten und Veranstaltungen. Die Lockdowns kann man aber nützen, um mehr zu Hause zu sein und die Zeit mit der Familie genießen. Privat gab es sonst keine großen Veränderungen im Vorjahr.“

Baulanderweiterung war großes Projekt

Auf Gemeindeebene war die Baulanderweiterung mit dem nötigen Grundankauf ein großes Projekt. Die Massentests und Teststraßen aufrechtzuerhalten, war ebenso eine neue Herausforderung. Die Sanierung Burgrechtkanal auf Schiene zu bringen, gestaltete sich ebenfalls sehr zeitintensiv. Die Wasseraufbereitungsanlage wurde im Vorjahr fertiggestellt. „Die Sitzungen waren jedoch wieder in Präsenz, und wir hatten eine höhere Dichte, weil einiges nachzuholen war“, erklärt Kößner. „In den Lockdowns wurden manche Arbeitsgruppen zurückgefahren, das war etwas schwierig.“ Positiv sei das Finanzpaket gewesen, das für die Gemeinden geschnürt wurde, sodass man im Unterschied zu 2020 gesehen hätte, dass man wieder einen finanziellen Spielraum hatte und Projekte starten konnte. Durch fixe Ertragsanteile und Bedarfszuweisungen gebe es Planungssicherheit, und man müsse nicht alles mit Darlehen finanzieren.

Covid-Maßnahmen-Gegner zu bekehren ist nicht seine Mission

Unterschiedliche Meinungen gibt es bei den Covid-Maßnahmen. „Wenn man sich für die Impfung ausspricht, gibt es auch immer wieder Wortmeldungen dagegen“, erörtert der Gemeindechef. „Ich versuche dann, den gesellschaftlichen Aspekt hervorzuheben, dass es auch zum Nutzen der Allgemeinheit ist. Aber jemanden unbedingt bekehren zu wollen, ist nicht meine Mission.“

Große Events in der Gemeinde geplant

Für 2022 hofft der Bürgermeister, dass nach der derzeitigen Welle wieder Veranstaltungen möglich seien. „In der Gemeinde sind heuer einige große Events geplant“, führt er aus. „Die „Hangerbeats“ sollen erstmals stattfinden, und die Bezirksfeuerwehrwettkämpfe sollen in Kombination mit dem Volksfest am 25. Juni in Dobersberg abgehalten werden. Im Sommer soll es einen weiteren Event am Flugplatz geben, die Landjugend plant auch eine Party. Ich würde es sehr begrüßen, wenn das wieder möglich wäre.“

Glücklich mit Familienleben

Weiters sei man bestrebt, die neuen Bauplätze zu verkaufen, um junge Familien anzusiedeln. Die Finanzierung des Feuerwehrhaus-Neubaus solle ebenfalls sichergestellt werden, um starten zu können.

„Privat wünsche ich mir, dass es mit der Familie so weitergeht wie bisher“, sagt Martin Kößner sichtlich zufrieden. „Gesundheitlich gab es bisher keine Probleme, und das soll so bleiben. Mehr Unternehmungen wären natürlich wieder schön.“