Zusteller oft Highlight des Tages. Den ehrenamtlichen Essenszustellern des ÖKB Waidhofen wurde Dank und Anerkennung ausgesprochen.

Von Michael Schwab. Erstellt am 08. Oktober 2019 (07:19)
M.S.
33 der 50 Zusteller kamen zur Feier, bei der Bürgermeister Robert Altschach und Stadtrat Alfred Sturm sich bei den Essenszustellern bedankten.

Bei jedem Wetter sind sie unterwegs – die ehrenamtlichen Essenszusteller des ÖKB Waidhofen. Oft sind sie für die Menschen, denen sie das Mittagessen aus dem Landesklinikum Waidhofen bringen, der einzige Besuch und damit so etwas wie das „Highlight des Tages“.

13.962 Portionen wurden im Vorjahr von den aktuell 50 Zustellern ausgeliefert, von Jänner bis September dieses Jahres waren es 9.100. Diese Zahlen präsentierte Stadtrat Alfred Sturm bei der jährlichen Ehrungsfeier am vergangenen Freitag im Dorfzentrum Ulrichschlag. Die Kooperation mit dem Kameradschaftsbund gibt es seit über 30 Jahren. Einer, der einen großen Teil dieser Zeit, nämlich über 20 Jahre dabei war, ist Otto Böhm. Der ehemalige Postbus-Chauffeur beschloss erst jetzt, im Alter von 85 Jahren, dass es genug ist: Er wurde mit einer Dankes- und Anerkennungsurkunde aus dem Fahrdienst verabschiedet.

Lange dabei war auch Franz Zlabinger: Er war für die Instandhaltung der Fahrzeuge, mit dem die Essen ausgeliefert werden, verantwortlich, und fuhr auch selbst Essen aus. Auch er wurde nun in den Ehrenamts-Ruhestand verabschiedet, genauso wie Franz Kronstorfer, der zuerst acht Jahre lang als Essensausträger und drei Jahre als Fahrer tätig war.

Bürgermeister Robert Altschach hob die gute Kooperation mit dem Kameradschaftsbund hervor: „Der ÖKB als Partner macht es erst möglich, diesen Service anzubieten. Es ist eine enorme Leistung, vor der ich großen Respekt habe“, betonte Altschach. Die Essenszusteller würden den Leuten nicht nur ihr Mittagessen bringen, sondern auch eine soziale Rolle übernehmen: „Ihr seid oft der einzige Kontakt, den die Leute noch haben. Das ist nicht immer einfach, nicht jeder ist stets freundlich, aber ihr macht es trotzdem.“

Durch die große Zahl an Essenszustellern ist es möglich, die Belastung des Einzelnen gering zu halten. Daher bleiben viele auch jahrelang dabei, statt nach kurzer Zeit auszubrennen.

Verantwortlich für den Dienstplan ist Willi Silberbauer: Er sorgt dafür, dass alle Dienste fair verteilt werden.