Entscheidung gefallen: "Auszeit“ schließt. Betreiber Klaus Hölzl schließt trotz Erfolgs mit Ende des Jahres sein Lokal. Grund sind persönliche Veränderungen.

Von Michael Schwab. Erstellt am 10. April 2019 (05:55)
M.S.
Bis Mitte Dezember will Klaus Hölzl sein Lokal „Auszeit“ noch betreiben, dann ist für ihn Schluss.

Seit fast drei Jahren betreibt Klaus Hölzl sein Lokal „Auszeit“ mit Erfolg – doch im Dezember heurigen Jahres wird trotzdem Schluss sein.

„Ich bin an einem Punkt angelangt, wo ich mich entscheiden musste, was ich weiter machen will. Entweder einen Umbau, eine neue Location oder eine Veränderung – letzlich überwogen die Argumente für eine Veränderung“, fasst Hölzl im Gespräch mit der NÖN zusammen. „Ich bin nicht der klassische Wirt, sondern Koch mit Leib und Seele, und die Führung eines Lokals bringt viel Arbeit im Hintergrund, etwa für die Buchhaltung, mit sich. Ich möchte mich in Zukunft wieder ganz auf die Küche konzentrieren“, stellt der Haubenkoch klar.

Dass seine Frau im Juli ihr zweites Kind erwartet, und ein geregelteres Leben in der neuen Familiensituation besser ist, war ein weiterer Faktor, der in Hölzls Entscheidung zum Aufhören mitspielte.

"Man kann gut davon leben"

Der Idealfall für ihn und die Marktgemeinde Gastern als Betreiberin des Kommunalzentrums, in dem sich die „Auszeit“ befindet, wäre nun ein neuer Betreiber: „Dieser hätte die besten Voraussetzungen, der Standort funktionierte aus wirtschaftlicher Sicht, und es gibt eine gute Auslastung durch laufende Veranstaltungen und Events. Man kann gut davon leben“, ist Hölzl überzeugt.

Es müsse auch kein Haubenlokal sein, viel wesentlicher sei, ein gutes Angebot zu bieten und den Leuten einen Grund zu geben, nach Gastern zum Essen zu kommen. Bis Mitte Dezember will Hölzl sein Lokal wie gewohnt mit vollem Einsatz weiter betreiben. Veranstaltungen und Feiern können wie gebucht stattfinden, auch Reservierungen für Weihnachtsfeiern werden noch entgegengenommen.

Wie es für Klaus Hölzl beruflich genau weitergehen wird, ist noch offen. Eines ist aber klar: „Ich will meine Linie wie in Gastern weiterentwickeln. Ich bin für jedes Angebot offen, aber es muss in jedem Fall eine Führungsposition sein“, betont Hölzl.