FPÖ gegen Wohnungs-Vergabe an Afghanen. Martin Langsteiner (FPÖ) bezeichnete Vermietung einer Wohnung im Schloss an Afghanen als unfair gegenüber Bevölkerung.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. Oktober 2019 (15:46)
Symbolbild

Nicht einstimmig war die Vergabe einer Gemeindewohnung im Schloss an eine afghanische Familie.

Eigentlich wären aufgrund der geplanten Schloss-Sanierung keine neuen Vermietungen und Vertragsverlängerungen mehr vorgesehen, doch da die Familie dringend ein Dach über dem Kopf brauchte, entschied man sich, die Wohnung trotzdem zu vergeben, unter der Bedingung, dass die Familie beim Start der Sanierung ausziehen muss.

Der geschäftsführende FPÖ-Gemeinderat Martin Langsteiner stimmte dagegen: „Das ist unfair gegenüber der eigenen Bevölkerung, die man aus den Wohnungen ausquartiert hat, um mit der Sanierung anfangen zu können. Bis jetzt ist da aber nichts geschehen. Wenn es heißt, es werden keinen Wohnungen mehr vergeben, muss das für alle gelten, stellt Langsteiner klar. Die übrigen 16 Mandatare stimmten für die Vergabe der Wohnung.

Alle anderen Beschlüsse einstimmig

Sonst wurde in der Sitzung alles einstimmig beschlossen, wie der Grundsatzbeschluss zur Errichtung eines Güterwegs in Schuppertholz im kommenden Jahr. Der Weg, der vom bestehenden Weg von Dobersberg nach Schuppertholz als „Hintausweg“ abzweigen soll, wird zwischen 30.000 und 35.000 Euro kosten. Die Gemeinde übernimmt davon 20 Prozent.

Die Zufahrtsstraße zu den „Brillhäusern“ in Goschenreith soll voraussichtlich noch heuer asphaltiert werden. Der Gemeinderat beauftragte damit die Firma Hengl um 20.000 Euro. Da das Vorhaben im Haushaltsvoranschlag für 2019 nicht eingeplant ist, muss noch die Finanzierung geklärt werden, geht es sich heuer nicht mehr aus, wird 2020 asphaltiert.