VP hält mit Herynek absolute Mehrheit in Windigsteig. 11 Mandate bleiben dem amtierenden Bürgermeister erhalten. SP verändert sich kaum, FP zieht erstmals ein, PUB verliert.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 27. Januar 2020 (13:42)

Die ÖVP ist im Wahlkampf heuer als „Volkspartei Windigsteig“ angetreten und wird im Ergebnis als ÖVP-nahe Liste angeführt: „Es ist ja doch eine Gemeinderatswahl und wir wollten die Gemeinde hervorstreichen“, begründet Manfred Herynek, Spitzenkandidat und amtierender Bürgermeister. Nur leichte Verluste (- 1,15 Prozent) muss er hinnehmen: Er kann die elf Mandate halten.

Herynek sei grundsätzlich mit dem Ergebnis zufrieden, „weil wir haben mit der FPÖ eine Liste dazubekommen“ und die Mandate halten können. Umreihungen werden auf der Kandidatenliste keine vorgenommen: „Wir haben keinen Vorzugsstimmen-Wahlkampf geführt“, erklärt er. „Die Wahlbeteiligung ist eine Spur schwächer“, führt er das auf die Zweitwohnsitzer zurück. Die konstituierende Sitzung soll „auf jeden Fall noch im Februar“ stattfinden.

Manuel Farthofer trat erstmals als SPÖ-Spitzenkandidat in Windigsteig an: Die Partei verlor sieben Stimmen, gewann aber prozentuell minimal dazu (+ 0,97 Prozent). „Das ist ein guter Erfolg“, wertet Farthofer. „Mit der FPÖ ist gegenüber 2015 eine weitere Partei angetreten, trotzdem haben wir uns prozentuelle nicht verändert und die Mandate gehalten.“

Keine Umreihungen

Vier ziehen in den Gemeinderat ein, neben Farthofer auch Peter Steinhauer, Georg Weber und Willi Schatzko. Umreihungen werden keine vorgenommen. „Dafür sind wir zu klein“, begründet Farthofer. Er selbst wird zum ersten Mal im politischen Gremium mitwirken. Er sei sehr gespannt auf die fünfjährige Periode: „Ich werde versuchen, mich schnell zu akklimatisieren.“ Die Zusammenarbeit mit allen anderen Gemeinderäten werde weiterhin das Ziel sein.

„Wir sind auf jeden Fall zufrieden: Von null auf ein Mandat ist ein 100 prozentiger Gewinn. Das ist ein guter Anfang“, resümiert FPÖ-Spitzenkandidat Richard Worresch, der nach einem Wohnsitzwechsel aus dem Vitiser in den Windigsteiger Gemeinderat einziehen wird. „Wir werden mit dem Bürgermeister Gespräche führen und schauen, was geplant ist“, erzählt er, wie er seine Arbeit einlegen wird.

Die PUB hat um 5,38 Prozent verloren und muss auf ein Mandat verzichten. „Ich hab’s befürchtet, wenn ein Mitbewerber mehr ist, kann sich das nicht ausgehen, dass jeder die Stimmen behält“, erklärt Bertram Priemayr. Der Einzug erfolge voraussichtlich auf Basis der Kandidatenliste, genaueres könne er noch nicht sagen. Er werde aber im Gemeinderat „die versprochene Zusammenarbeit einfordern“, denn der PUB-Listengründer mache hierbei einen „Stillstand“ aus.