Thayarunde: Radweg wird ausgebaut. Ortsdurchfahrt von Gilgenberg wird auf rund einem Kilometer auf die Bahntrasse verlegt. Zwei fehlende Brücken werden von der Brückenmeisterei Zwettl wiedererrichtet.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 05. Juni 2020 (06:24)
Josef Prinz (Leiter der Brückenmeisterei Zwettl), Bürgermeister Eduard Köck (Obmann Zukunftsraum Thayaland), Bürgermeister Rudolf Hofstätter, Jochen Lintner (Stellvertretender Leiter Straßenbauabteilung 8 Waidhofen), Norbert Pölzl (Straßenmeister Dobersberg), Sophia Gerstorfer (Straßenbauabteilung 8 Waidhofen) und Vorarbeiter Dietmar Wieshofer beim Betonfundament für die erste Radwegbrücke in Gilgenberg.
Gerald Muthsam

Die Thayarunde wird derzeit in Gilgenberg weiter ausgebaut und auf rund einem Kilometer auf die Bahntrasse verlegt.

Die Ortsdurchfahrt von Gilgenberg galt als eine der letzten Stellen des Thayarunde Radweges, die aus Kostengründen nicht auf die Bahntrasse verlegt wurde. Aufgrund einer im Vorjahr durch das Land NÖ erhaltenen Förderzusage konnte die Straßenbauabteilung 8 in Waidhofen mit den Planungen für diesen Abschnitt beginnen.

Brücken wurden wegen geringer Durchfahrtshöhe abgetragen

Die 1903 gebaute Thayatalbahn fuhr in Gilgenberg über zwei Brücken, deren niedrige Durchfahrtshöhe in den letzten Jahren des Bestehens besonders den Busverkehr behinderte. So wurden diese beiden Brückentragwerke in den 1990er Jahren abgenommen. Nun wird die Durchfahrtshöhe der beiden neu zu bauenden Brücken auf 4,20 Meter erhöht. Zusätzlich wird auch die Spannweite der Brücken erweitert. Damit gelingt es nun, eine bessere Sicht für die Verkehrsteilnehmer zu erreichen und die Anforderungen an den Busverkehr zu erfüllen.

Die Entflechtung der stetig wachsenden Zahl der Radfahrer mit den übrigen Verkehrsteilnehmern ist eine Zielsetzung entlang der gesamten Thayarunde. „Die Thayarunde ist in der Region ein wesentlicher Faktor für das Radfahren geworden und daher versuchen wir auch, diesen Bereich weiter auszubauen“, meint der Obmann der Kleinregion Bundesrat Eduard Köck.

Umsetzung in den nächsten drei Monaten

Unter Bauführung von der Straßenmeisterei Dobersberg und der Brückenmeisterei Zwettl wird das Bauvorhaben in den nächsten Monaten umgesetzt. Jochen Lintner, stellvertretender Leiter der Straßenbauabteilung 8 Waidhofen, erklärt: „Hier gelingt uns ein weiterer Lückenschluss im Ausbau des Thayarunde Radweges, der sich bautechnisch doch sehr herausfordernd gestaltet“. „Die beiden Brückenteile sind bereits in Zwettl angefertigt und warten auf den Abtransport“, erzählt Brückenmeister Josef Prinz. Bürgermeister Rudolf Hofstätter: „Die Hilfe und Unterstützung des NÖ Straßendienstes in unserem Bezirk hat uns bisher sehr geholfen und wir freuen uns auf die gute weitere Kooperation“.

Heuer werden noch weitere große Bauprojekte auf der Thayarunde bei Grossau und Dobersberg vorbereitet, geplant und umgesetzt.