Zugreifen ist im Naschgarten erlaubt. Eine Grünfläche bei der Ortseinfahrt soll zu einem essbaren Garten werden. Der Grundstein wird im Frühjahr gelegt.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 21. Februar 2019 (05:45)
Karin Widhalm
Siegfried Tatschl sieht hier einen idealen Platz für eine Bank.

Der Klimawandel schreitet voran, die Zahl der Radfahrer nimmt zu, und Garteln ist selbst in der Stadt zu einem Trend geworden: Das alles verbindet die Klimawandelanpassungsmodellregion („Klar!“) Thayatal auf einer Grünfläche in Groß Siegharts. Der „Zukunftsgarten Thayaland“ soll dort entstehen.

Dieses Vorhaben ist für „Klar!“-Manager Otmar Schlager ein Markstein, der viele solcher Gärten entstehen lassen soll. „Wir wollen für die Touristen und die einheimische Bevölkerung einen Platz schaffen, der mehr ist als eine Parkanlage oder ein Spielplatz“, sagt Obmann Rudolf Wurth. Der Tourismus- und Verschönerungsverein ist ein wichtiger Motor für den Naschgarten. „Erlaubt ist es, zuzugreifen. Da wollen wir uns abheben.“

Grünraum-Experte: „Die Fläche hat Potenzial“

Wie der Rastplatz angelegt werden könnte, überlegte bei einer ersten Begehung Siegfried Tatschl, der Erfahrung mit essbaren Landschaften hat. „Die Fläche hat Potenzial“, will er Vorhandenes nutzen. Tatschl will am Seminartag im Frühjahr weiter planen und gleich erste Ideen umsetzen. Das gemeinsame Brainstormen und Tun hat für ihn Vorteile: „Es entsteht immer mehr als man glaubt, da kommen die besten Ideen raus.“

„Der Naschgarten wird die erste Visitenkarte sein, wenn man in die Stadt reinkommt“, ist Wurth begeistert. „Das bleibt viel mehr in Erinnerung, als wenn es eine anonyme Fläche ist.“ Der eigentliche Auftakt war im Stadtsaal mit Filmen, Vorträgen und Informationsständen von Gärtnern, Kräuter-Experten, Imkern, Bauernhöfen und Vereinen. „Mit diesem Event haben wir einige motivieren können“, freut sich Wurth über neue Mitglieder.