Grüne und UBL warnen gemeinsam vor Finanzdesaster. Grüne und UBL wollen wieder gemeinsam zur Wahl antreten, und wollen Fokus auf Innenstadt und Kanalbau legen.

Von Michael Schwab. Erstellt am 23. Oktober 2019 (04:45)
Michael Schwab
Martin Litschauer (Grüne) und Herbert Höpfl (UBL) wollen zur Gemeinderatswahl 2020 wieder als „IG Waidhofen“ antreten.

Ihre weitere Zusammenarbeit in Form der „IG Waidhofen“ für die Gemeinderatswahl 2020 fixierten die UBL und die Grünen Waidhofen.

Ein wichtiger Eckpfeiler ihres Programms: Ein drohendes Finanzdesaster rund um das Siedlungsprojekt Heimatsleitn zu verhindern. „Hier stehen zwölf Millionen Euro an Kosten nur sechs Millionen Euro an Einnahmen gegenüber. Der Rest muss vom Land oder wem auch immer finanziert werden. So wie es jetzt vorliegt, ist es ein Harakiri-Projekt, das uns in ein Finanzdesaster stürzen könnte“, warnt der Grüne Stadtrat Martin Litschauer, der das Bündnis mit dem UBL-Fraktionsführer Herbert Höpfl gegründet hatte.

„Die Heimatsleitn ist in der jetzigen Form ein Harakiri-Projekt, das Waidhofen in ein Finanzdesaster stürzen könnte.“Martin Litschauer, Fraktionsführer Grüne

Die Leidtragenden würden die Bürger Waidhofens sein, welche die Schulden über höhere Gebühren würden abstottern müssen. Was die IG auch will, ist das Erscheinungsbild Waidhofens aufzubessern, und zwar in mehrerlei Hinsicht. Das beginne bei der politischen Kultur im Gemeinderat und ende bei der Stadtkern-Entwicklung. Herbert Höpfl (UBL) ortet hier Versäumnisse:

„Seit 20 Jahren gibt es Aussendungen der ÖVP, aber es ist im Stadtkern nichts geschehen. Wichtig wäre, dass sich der Gemeinderat einig ist, ernsthaft etwas zu machen, und sich Hilfe von außen zu holen. Wir sollten uns auch anschauen, wie andere Städte das Thema angehen“, meint Höpfl. Litschauer möchte sich in diesem Zusammenhang auch für den Erhalt von Parkanlagen einsetzen. Man müsse gemeinsam mit der Bevölkerung Lösungen im Dialog erarbeiten, nicht einfach drüberfahren.

Ein großes Anliegen der IG Waidhofen ist außerdem die rasche Umsetzung des Kanalbaus in jenen Orten, die bisher ohne Kanal auskommen müssen, allen voran Matzles, wo man schnellstmöglich starten solle. „Auch die anderen Orte wird man nicht ewig aufschieben können. Man muss sie zwar nicht 2020 machen, aber zu lange darf man nicht warten“, gibt Litschauer zu bedenken. Denn ohne Kanalbau könne man in diesen Orten auch kein neues Bauland mehr widmen.