Corona hielt Stadt Raabs 2021 auf Trab

Erstellt am 13. Januar 2022 | 04:47
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Die Sanierung des Siedlungsweges war eines der wichtigsten Projekte im vergangenen Jahr: Stadtrat Karl Czudly, Bürgermeister Rudolf Mayer und Vizebürgermeister Franz Fischer auf der Baustelle vor der Asphaltierung.
Foto: Foto Michael Schwab
Bürgermeister blickt auf Pandemie-Jahr zurück, in dem auch wichtige Infrastrukturprojekte umgesetzt werden konnten.

Von der Coronapandemie, Investitionen in die Infrastruktur und der Verwirklichung eines lange gehegten Wunsches des Bevölkerung war das Jahr 2021 in der Stadtgemeinde Raabs geprägt. Im Gespräch mit den NÖN rekapituliert Bürgermeister Rudolf Mayer (ÖVP) das vergangene Jahr und spricht über seine Erwartungen für 2022.

NÖN: Welche Rolle spielte die Bewältigung der Corona-Pandemie für Raabs? Und wie sieht es aktuell aus?

Rudolf Mayer : Ein große Rolle. 2021 erforderte sowohl auf Gemeindeebene als auch in meinem Beruf als HAK-Direktor eine große Kraftanstrengung. Es galt, sich auf ständig sich ändernde Vorschriften einzustellen und die Zusatzaufgaben für die Verwaltung zu schaffen. Wir haben eine Teststraße eingerichtet, es gibt PCR-Testmöglichkeiten in der Apotheke und beim Spar, und wir haben mit derzeit 81 Prozent Erststichen die höchste Corona-Impfquote im Bezirk Waidhofen. Unsere Ärzte Kiril Kirilov, Kathrin Hofbauer und Karlheinz Schmidt ziehen an einem Strang. Wir haben laufend über die Gemeinde-Website und die Gemeindezeitung über die Impfung informiert. Darum stehen wir hier so gut da, denke ich. Derzeit beschäftigt uns natürlich die Omikron-Welle, wir haben erste Familien-Cluster nach Skiurlauben und befürchten eine weitere Steigerung. Wie es 2022 weitergehen wird, darüber traue ich mir keine Prognose abzugeben.

Neben Corona tat sich natürlich auch baulich einiges in Raabs. Was waren für Sie die wichtigsten Projekte, die 2021 umgesetzt werden konnten?

Mayer: Für mich war die Sanierung des Siedlungsweges eine Riesengeschichte, die nur dank der Corona-Mittel des Bundes möglich war. Wir haben 100.000 Euro für das rund 200.000 Euro teure Vorhaben an Förderung erhalten, und konnten damit einen lang gehegten Wunsch der Bevölkerung erfüllen. Ebenso wichtig war es, dass die Ortsdurchfahrt in Kollmitzdörfl saniert werden konnte und wir mit dem Kanalbau in Alberndorf begonnen haben. Eine deutlich sichtbare Veränderung in Raabs ist auch der Abriss eines Trakts des Meierhofes. Hier bestand Gefahr im Verzug. Die Stützmauern mussten bleiben, um den Hang zu stabilisieren, da haben wir eine Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz von Stadträtin Margit Auer eingerichtet, um sich Maßnahmen zur Behübschung und Nachnutzung des Areals zu überlegen.

In Raabs setzt man ja schon länger auf erneuerbare Energie – was hat sich da 2021 getan? Und wie geht es 2022 weiter?

Mayer: Hier ist die Erweiterung des Fernwärmenetzes ein wichtiger Schritt gewesen. Der nächste Baustein wird die Gründung einer Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft sein. Hier wollen wir uns anschauen, was möglich ist und was wir an Photovoltaik brauchen. Das soll unter Mitwirkung der Bevölkerung geschehen.

Was wird sich sonst noch 2022 in Raabs tun?

Mayer: In Bezug auf die Infrastruktur geht es so weiter, wie wir es 2021 getan haben. Auf dem Plan stehen die Ortsdurchfahrt Modsiedl, der zweite Teil der Bahnstraße mit Adaptierung der Kanalisation, die Fertigstellung der Kläranlage in Alberndorf und die Erneuerung alter Ortsbeleuchtungen. Im Thayatal-Vitalbad wollen wir die Planung einer neuen Sauna abschließen – wobei eine Realisierung bis zum Herbst aber eine sehr optimistische Annahme wäre. Im Gemeindeamt wird sich auch etwas tun – wir müssen die EVD im Rathaus erneuern, weil die bestehende Software nicht mehr gewartet wird.