Thayatalbad: Gäste geben mehr aus. Rekorde von 2017 und 2018 konnten im Thayatalbad nicht ganz erreicht werden, aber Gäste greifen vermehrt zu teureren Karten. Sauna-Attraktivierung steht im Raum.

Von Michael Schwab. Erstellt am 09. Januar 2020 (11:40)
Betriebsleiterin Barbara Polt und Bürgermeister Rudolf Mayer sind mit der Besucherzahl zufrieden.
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Ein solides Besucherergebnis konnte auch im Jahr 2019 im Thayatal-Vitalbad in Raabs erzielt werden: 62.253 Badegäste wurden im vergangenen Jahr gezählt.

„Wir liegen damit zwar leicht unter den Rekordergebnissen von 2018 mit 64.559 Besuchern und 2017 mit 63.344 Badegästen, aber immer noch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 57.123 Gästen“, fasst Bürgermeister Rudolf Mayer zusammen.

Umsatz pro Gast wurde gesteigert

Besonders erfreulich: Der Umsatz pro Kopf erhöhte sich von 6,74 auf 6,85 Euro, und das obwohl die Gastronomie seit Herbst von Franz Strohmer geführt wird und nicht mehr in die Umsatzzahlen des Bades einfließt. „Es hat sich gezeigt, dass die Gäste vermehrt zu höherwertigen Karten greifen“, berichtet Betriebsleiterin Barbara Polt. Die stärksten Monate im vergangenen Jahr waren Mai, November und Dezember. Vor allem der kühle Mai wirkte sich positiv auf die Besucherzahlen aus, während man im Sommer wegen der Hitze Einbußen gegenüber dem Langzeittrend verzeichnen musste.

Im Jänner, der sonst oft das Zeug zum Jahresrekord-Monat hat, dämpfte die Schneelage etwas das Ergebnis. „Solange kein Schnee liegt, und die Leute in der näheren Umgebung nicht Skifahren können, spielt uns das in die Hände“, meint Mayer.

Potenzial für Verbesserungen sieht man im Saunabereich, wo die Gästezahlen leicht rückläufig waren.

Daher soll die Beraterfirma Aquantas, die seit November 2018 für das Bad tätig ist, bis Februar ein Projekt zur Attraktivierung des Saunabereichs erstellen, um Anhaltspunkte zu haben, welche Maßnahmen Sinn machen könnten, und wie viel man dafür an Geld investieren müsste.

Bewährt hat sich das 2019 eingeführte große Saunafest mit mehreren Attraktionen. Daran will man 2020 festhalten.