Das Handwerk im Museum wird 30 Jahre alt. Das „Lebende Museum“ bewahrt fast Vergessenes – und feiert seine Gründung 1989.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 03. Oktober 2019 (09:34)
privat
Hermann Ebner werkt an einem historischen Webstuhl im „Lebenden Museum“ Kautzen. Das ist nicht das einzige Gerät, das aufbewahrt, sondern auch so gepflegt wird, das man es benützen kann.

Die frühere Poststation ist ein Museum, das fast vergessene Handwerkstraditionen bewahrt – und das seit 30 Jahren, ein durchaus bemerkenswerter Meilenstein.

Denn 1989 fiel der Eiserne Vorhang, woraufhin eine Grenzregion in die Mitte Europas rückte und der erweiterte Wirtschaftsraum Druck auf Betriebe ausübte, die abwanderten oder zusperrten. Im „Lebenden Heimatmuseum“ sieht man das, was lange die Region prägte: Textilien (und mehr) entstehen dort noch immer, wenn auch nur, um dem Handwerker über die Schulter schauen zu können. Zum Jubiläum wird eine Sonderausstellung vorbereitet, die am Samstag mit einem umfangreichen Programm eröffnet wird (5. Oktober, 16 Uhr).