Restaurierung: Erblasster Jakobus strahlt wieder. Josef Geissler kümmert sich mit Pfarrgemeinderat nicht nur um den Hochaltar.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 22. April 2019 (04:13)
Karin Widhalm
Freuen sich über den restaurierten Hochaltar (v.l.): Josef Geissler, Waltraud Wanko, Otto Polsterer, Gabriele Königshofer und Adolf Zimmermann.

„Der Heilige Jakobus war schon sehr verblichen“, zeigt Pfarrmoderator Gerhard Swierzek auf das Bild, das den Hochaltar in der Pfarrkirche ziert. Rechzeitig vor dem Palmsonntag erstrahlt der Hochaltar im neuen Glanz.

Die Restaurierung begann am Aschermittwoch: „Das war die Besserungszeit für die Kirche“, lächelt Waltraud Wanko, Vorsitzende-Stellvertreterin im Pfarrgemeinderat. Pfarrgemeinderäte halfen mit, das Baugerüst aufzustellen und den Hochaltar, die Kanzel, die beiden Seitenaltäre sowie etliche Statuen zu reinigen und gegen Holzschädlinge zu behandeln. Josef Geissler war der fachlich versierte Mann, der Ergänzungen und Ausbesserungen bei den Vergoldungen und Marmorierungen vornahm.

„Er hat zwei Tage lang am Jakobus-Bild gearbeitet“, zieht Wanko den Hut vor ihm. 1959 war die letzte Innenrenovierung, zuletzt ausgemalt wurde 1998. „Die Kanzel dürfte das älteste Element in der Kirche sein“, ordnet Geissler das Stück ins ländliche Rokoko ein.

Den Hochaltar errichtete 1825 Franz Mayerhofer aus Waidhofen, später kamen die Seitenaltäre aus den Händen von Josef Obletter aus Tirol hinzu.