Umweltschutzpionier: Firma Herka ausgezeichnet. Firma Herka ist seit 20 Jahren erfolgreicher Anwender des EMAS-Umweltmanagements. Würdigung von Bundesministerin.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 14. November 2020 (05:50)
Herka ist EMAS Pionier seit 1999. Für dieses Öko-Engagement gab es eine Würdigung von Bundesministerin Leonore Gewessler. Am Bild mit Herka-Geschäftsführer Thomas Pfeiffer.
Joseph Krpelan

Eine Auszeichnung für die Firma Herka GmbH aus Kautzen gab es von Bundesministerin für Klimaschutz und Umwelt, Leonore Gewessler. Die Firma ist seit 20 Jahren erfolgreicher Anwender des EMAS-Umweltmanagements und erhielt daher die Auszeichnung EMAS-Pionier.

EMAS steht für „Eco-Management and Audit Scheme“ und wurde von der EU ins Leben gerufen. „Wir sind seit 1999 EMAS-Zertifiziert“, erklärt Veronika Pfeiffer-Gössweiner, „EMAS bezieht sich nicht nur auf unsere biologischen Produkte, sondern auch auf die Prozesse im Betrieb, dass wir ressourcenschonend produzieren und dass die Prozesse so optimiert sind, dass sie für Mensch und Umwelt gut verträglich sind.“

Einmal im Jahr wird vom Betrieb ein Umweltbericht erarbeiten, in dem festgestellt wird, wie viel CO2-Ausstoß und Abfälle es gab, wo eingespart wurde und was die nächsten Umweltziele sind. Dieser Bericht wird veröffentlicht und von einem unabhängigen EMAS-Auditor überprüft.

Photovoltaikanlage und LED-Beleuchtung

„Zuletzt wurde beispielsweise bei uns eine Photovoltaikanlage installiert“, berichtet Veronika Pfeiffer-Gössweiner, „oder derzeit wird die Beleuchtung komplett auf LED umgestellt.“ Beim Einkauf neuer Maschinen würde darauf geachtet, dass sie sehr energiesparend und wasserschonend seien. Es ginge um Einkaufen mit gutem Gewissen.

An nächste Generation denken

„Die Auszeichnung ist eine schöne offizielle Anerkennung für das, was wir machen“, meint Pfeiffer-Gössweiner. „Aber das wichtigste ist, wir sind ein Familienbetrieb, geführt in vierter Generation, und wir wollen einfach an die nächste Generation denken. So gab es dieses Engagement schon immer von uns.“

Allgemein laufe es gut im Betrieb, die Auslastung sei wie im Vorjahr. „Durch den Einbruch im Tourismus ist uns zwar die Hotellerie weggefallen, aber wir können das gut kompensieren. Vor allem durch den Promotion-Markt, wo wir Sonderanfertigungen von Werbeartikeln herstellen“, erklärt Veronika Pfeiffer-Gössweiner. „Ich denke, dass jetzt viele Firmen statt Weihnachtsfeiern einfach Weihnachtsgeschenke machen.“ Mit Arbeitskräften aus Tschechien gebe es im Gegensatz zum Lockdown im März und April derzeit keine Probleme betreffend Pendeln über die Grenze. Mund-Nasenschutz wird auch noch erzeugt, jedoch nicht mehr rein einfarbig, wie im Frühjahr. Jetzt gibt es welche mit Muster. Der Maskenstoff wurde auch zertifiziert.

„Die Corona-Situation hat zwei Veränderungen gebracht“, erzählt Veronika Pfeiffer-Gössweiner abschließend. „Wir sind digitaler geworden. Also es gibt für einige Mitarbeiter Homeoffice und auch Videotelefonie ist ein Thema geworden, und wir haben auch neue Produkte entwickelt, wie eine nachhaltige textile Geschenkverpackung.“